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Donnerstag, 2. November 2023

Free Karma on Half Dome

 

Die Südseite des Half Dom bekommt man nur nach mehrstündigen Fußmarsch zu sehen.


 Die Tritte sind winzig und glatt und die Griffe sind nur 2mm Leisten für 2-3 Finger. Trotzdem muss die volle Last drauf sonst geht die Route nicht frei. Der Fuß rutscht und ich stürze. Nach weiteren Fehlversuchen glückt die Einzelstelle zum ersten Mal, ob das noch einmal gelingt ist fraglich. Also konzentriert dranbleiben und voll auf die Füße stellen. Es folgen noch einige windige Trittwechsel und entweder der Stützer von Olis Variante oder eine 2mm Leiste bis zum Bauch durchlaufen. Ich bleibe bei meiner Variante und erreiche gerade so den Zielgriff. Voll aufgespannt angele ich überkreuz den nächsten kleinen Tritt und schiebe mich auf die größer werdenden Felsader. Juhu! Es ist geschafft, die Route geht frei zu klettern. Der Rest der 40m Seillänge geht wie in Trance. Ich balanciere auf der Felsader mit traumwandlerischer Sicherheit dem nächsten Stand entgegen.

 

Wir planten 5-6 Tage am Half Dom zu verbringen. So hatte jeder von uns mit Essen und Kletterzeug einen 26kg Rucksack. Die gesamt 27 Litter Wasser würden 1,5 h vor dem Einstieg dazukommen.

Das klingt alles nicht wie typische Yosemite Kletterei, wir sind aber immer noch hier. Nachdem es endlich etwas kühler wurde, sind wir mit Portaledge und Essen für 5-6 Tage zur Südwand des Half Dome gelaufen. Dort wurde im Juli 1986 mit der Route "Karma" von Dave Schulz & Ken Yager & Jim Campbell eine der beeindruckensten Felsformationen erstbegangen. Eine Felsader (englisch Dike), die sich diagonal durch die Wand zieht. 

 

Bei der 5. Sl war die Dike das erste mal unterbrochen und Kletterei sowie Reibungsklettern für 13a war notwendig für die freie Behehung.

Die 6. Seillänge wurde 13b und bringt uns langsam zum steilstenTeil der Wand. Dadurch ist es trotz der breiten Felsader kaum möglich darauf zu stehen ohne rauszukippen.

Von den 14 Seillängen sind nur die letzten drei ohne Felsadern. Manchmal ist die Dike kaum zu erahnen, manchmal so breit, dass man bequem darauf laufen kann. Die Einstufung der Route nach der Erstbegehung ist der blanke Hohn. 5.11d und viele Stellen A0 stehen im Topo. Dave Schulz ist ein begnadeter Reibungskletterer, welcher im selben Jahr die Nachbarroute "Southern Bell" 5.12d R erstbegangen hat. Das R nach der Schwierigkeit steht für "runout" und bedeutet sehr anspruchsvolle Absicherung. Für "Southern Bell" kehrte er 1988 zurück und holte sich mit Scott Coscrove die erste freie Begehung. Die Route "Karma" war da ein ganz anderes Kaliber. Über 10 Jahre lang kehrte er zusammen mit Brooke Sandahl immer wieder zu "Karma" zurück um diese freizuklettern. Dabei steckten beide viel Liebe in die Route und ersetzten viele alte Haken durch neue oder schlugen zusätzliche Haken zur besseren Absicherung.

 

So sah das einzige verfügbare Topo der Route aus, nadem ich die verbalen nach der Ergänzungen die von Brooke eingearbeitet hatte. Es waren quasi 3 Seillängen die noch nicht durchgestiegen waren. Bei 2 davon waren die Einzelzüge noch nicht gelößt.

 Auch Brooke ist beim amerikanischen Klettern kein unbeschriebenes Blatt. Die erste Freie Begehung vom "South Face" am Mt. Whatkins geht auf sein Konto und er war damals zusammen mit Lynn Hill an der "Nose" aktiv. Aus Mangel an Zeit und Wasser gab Brooke seine Ambitionen in der "Nose" auf, damit Lynn die erste freie Begehung holen konnte. Vor 6 Jahren waren Brooke und Dave zum letzten mal am "Karma-Projekt" wie er die Route mitlerweile nannten. Dabei erlitt Dave einen Herzinfakt und nur durch sehr umsichtiges Handeln seines Partners überlebte er dies in dieser abgeschiedenen Region ohne Handyempfang. Seitdem versuchte Brooke immer wieder mich zu überzeugen das "Karma-Projekt" zu probieren und dort sind wir jetzt. Bisher konnten wir alle Längen durchsteigen und es gab bisher (also bis zur 9. Sl) nicht eine einzige ohne diese abgefahrenen Felsadern, denoch ist die Kletterei recht anspruchsvoll. Zum Einen sind 4 x 5.13er sehr anspruchsvoll zum Anderen quert die Felsader oberhalb eines großen Überhanges was das Abseilen irgendwann unmöglich macht. Also hat man nur die Möglichkeit sich voll auf die Route einzulassen und mit Portaledge einzusteigen. Der Auszug vom Beginn des Postes war am Abend des 2. Tages. Die letzte und schwerste der 5.13er war das letzte Puzzelteil was noch zum Duschstieg fehlte. An dieser Stelle war die Dike durch Errosion fast komplett verschwunden. Dieses Stück musste für den Weiterweg überbrückt werden. Wir boulderten jeder mehrere Stunden, doch es fehlten immer 1 oder 2 Züge. Wir versuchten es mit allen unseren Kletterschuhen und Oli zog sogar extra die Socken in den TC Pro an um einen klitzekleinen Vorteil auf den winzigen Tritten zu haben. Ich blieb bei meinen eingekletterten Miura VS Women, denn die neuen standen einfach noch nicht so gut auf den darauf folgenden Reibungstritten.


 

Die Wahl der Kletterschuh war das entscheidente Quäntchen.


Wenn man mal wieder einige Züge an der Dike gehangen hat ist man froh wieder darauf balancieren zu dürfen.

Am Morgen des 2. Tages lag wieder mal ein Teil der Quarzader vor uns der schwer werden würde.

 

Die Crux, 4-5 Meter die es in sich haben.

 

 Der aufmerksamme Leser wird sich jetzt fragen wie viele paar Kletterschuhe wir den 7 Meilen langen Zustieg hochgeschleppt haben. Die Antwort ist einfach Ich 3 Paar und Oli 2,5 Paar. Bei Routen wie diesen ist die Wahl der Schuhe erfolgsentscheidend. Im nächsten Versuch glückte mir die Einzelstelle zum ersten Mal und da dies direkt vom Stand weg war, kletterte ich weiter. Da ich mir die extrem wackelige 2. Crux am 2.BH gut angesehen hatte, glückte mir der schnelle Durchstieg. Somit war Oliver an der Reihe. Als es bei im etwas dauerte, weil die neuen TC Pro eine halbe Nummer größer ausfielen als die alten, habe ich in der zweiten Crux noch den alten 6mm Bohrhaken durch modernes Material ergänzt. 

 

An der 2. Crux noch einen neuen Haken.

Leider war Oli an diesem Abend der Durchstieg nicht mehr vergönnt und so schlugen wir unser Nachtlager bzw. das Portaledge genau an dem Ort auf wo wir uns befanden damit er am nächsten Tag weiter probieren konnte. Es wurde eine kühle aber klare Vollmondnacht. Das Little Yosemite lag zu unseren Füßen und Liberty Cap und Mount Brodenik leuchteten silbern im Mondschein.

Der Mond ging auf und da es ziehlich windig und kalt war haben wir das Rainfly in der ersten Nacht übers Portaledge gezogen.

Diese Aussicht sieht im Mondlicht noch schöner aus. Vorne Mt Brodenik und Liberty Cap und im letzten Sonnenlicht Liberty Bell.

Eigentlich hätte es die perfekte Nacht sein sollen, aber mir ist am Morgen aus versehen meine nagelneue Daunenjacke vom Portaledge gefallen. So wie es aussah lag diese genau am Einstieg der Nachbaroute und dort kletterte wärend des Tages eine andere Seilschaft. Also musste ich auf dem Rückwege einen Umwege von über 1h in Kauf nehmen, um diese wieder einzusammeln.  Am nächsten Morgen ließen wir uns von der Sonne aufwärmen und es war der wärmste Tag seit wir in der Wand waren. An den Fingern war es noch nicht zu warm, aber die Füße in den Kletterschuhen begannen zu Schmerzen. Oli probierte fleißig weiter und hatte die erste Schlüsselstelle bestimmt 10 mal geklettert. Jedoch die 2. Stelle warf ihm immer wieder ab. Wir hatten das Portaledge aufgebaut gelassen um Oli eine bessere Ruhemöglickeit zu geben.

 

Nach der 2. Nacht in der Wand direkt von der Crux aus fotografiert.


 Als die Sequenz der 2. Crux noch mal überarbeitet wurde und mittendrin eine winzige Stelle zum beruhigen der Nerven gefunden war, glückte Oli der Durchstieg. Die Freude war groß und wir konnten uns auf den Weiterweg machen.

Die Crux ist kurz aber dafür hatte sie es in sich.

 

 Es waren noch 5 Sl bis zum Gipfel und es waren auch noch 2 mal 5.12er dabei. Was ich aber am problematischsten empfand, war, dass die Wand nun extrem liegend und strukturiert war. Das ist für das Ziehen der Haulbags eher schlecht. So entleerten wir 10l von unserem Wasser, um leichter zu werden und beeilten uns zum Gipfel zu kommen bevor es dunkel wurde. Immerhin war noch der fünfstündige Abstieg am gleichen Tag geplant. Gegen 16:00 Uhr erreichten wir geschafft und zufrieden den Gipfel.  Am Gipfel wurde gleich das Handy eingeschalten und es war wieder Empfang. Oli hatte in der Heart Route die Telefonummer mit Alex Honold getauscht, weil er ja ein ganzes Jahr in Nordamerika bleiben würde. Jetzt kam eine SMS von Alex, dass sie in der Nachbarroute geklettert sind und meine Daunenjacke am Einstieg gefunden haben. Er hatte sie mitgenommen und ich könnte sie im Tal bei ihm abholen. So hat Alex mir einen großen Umweg ersparrt. Auch bekam Brooke gleich die Mitteilung per SMS "We did it!".

Geschafft, zumindest die Kletterei. Doch der 17km lange und anstrengende Abstieg runter ins Tal liegt noch vor uns.

 

Das aktuallisierte Topo nach unserer freien Begehung wird im nächsten Führer von Erik Sloan erscheinen.


Freitag, 27. Oktober 2023

Free Heart Route

 

Eine Aktualisierte Version des Topos von Erik Sloan. Er arbeitet gerade am neuen Führer und ist froh über Korrekturen.

Unsere Kletterlinie ( grün) am El Cap und Die markante Herzformation die der Route ihren Namen gab.

 Wir sind immer noch im Yosemite und es ist immer noch zu warm in der Sonne.
Über 30°C sind die Vorhersagen und an der Wand fühlt es sich mindestens wie 45°C an. Da kann man sich gut vorstellen wie sich ein Ei & Schinken in der Pfanne fühlen. Nur das in der Pfanne keins von beiden Kletterschuhe an den Füßen hat und auf Reibung stehen muss. Also es waren nicht die besten Bedingungen aber wir wollten trotzdem endlich am El Capitan einsteigen. Unser Ziel war die Free Heart Route, aber in der 6. Sl gibt es eine 2,5m abwärts und Seitwärtsdynamo welcher uns zu verlzungsträchtig war und wir deshalb einen anderen Einstieg wählten und die Route als "The light hearted" klettern wollten. (Einer der beiden Erstbegeher Brad Gobright wählte ebenfalls diesen Weg, weil er nach mehreren Jahren immer noch zu klein für den Sprung war) 

 

Nur abends wenn die Sonne an intensität verliert und früh zeitig wenn der Fels noch kühl ist kann man an den heißen Tagen am El Cap klettern.

Um die guten Bedingungen, die nur einen Tag anhalten sollten, für die mittleren Cruxlängen nutzen zu können, mussten wir an den heißesten Tagen einsteigen. Wir kletterten zwar einiges mit Stirnlampe, aber spätesten ab Mittags versteckten wir uns hinter den Daunenschlafsäcken vor der Sonne. Dabei glühte die Wand hinter uns deultich mehr als jede Sitzheizung die ich kennlernen durfte. Ja was soll ich sagen, die ersten Tage waren eine Qual nicht nur wegen dem vielem Wasser was wir wegen der Hitze haulen mussten. Wir hängten unser Portaledge genau unter dem großen Überhang im Herz, welcher der Route den Namen gab. Ab hier beginnt mit 3 x 5.13b der schwerste Teil der Route. 

 

Auf dem neuen 3kg Portaledge versteckten wir uns den halben Tag vor der Sonne hinter unseren Daunenschlafsäcken.

Erst im dunkel ist Oli vom auscheken der ersten Crux zurück. Fazit: Unten anstrengend aber ok, in der mitte schwer und oben keine Ahnung wie die Fingerrißspur gehen soll.

Ein weiterer Tag neigt sich dem Ende zu. Am mirgen kann ich einen Blick auf due erste 5.13 werfen.

Früh und Abends erfolgten kurze Sessions in der ersten der 5.13er Länge, aber diese war echt schwer. Erst ein sehr anstrengender überhängender Riß und dann eine Rißspur wo kaum die Finger reinpassen. An einer Stelle konnte ich nur den Zeigefinger in die Risspur stopfen um auf einer Minileiste aufzustehen. Dieser Griff hat mir später im Durchstieg den rechten Zeigefinger gehäutet. Deswegen gab ich mich später mit einem Rotkreis an dieser Stelle zufrieden. In der Mitte des Tages gesellten sich die beiden Hausmeister des El Capitan Tommy Caldwell und Alex Honold zu uns. Wir probierten die Länge zusammen und gaben uns gegenseitig Tipps.
 

Ab jetzt wird es eng an den Standplätzen.

Tommy Caldwell und Alex Honold nutzen unser Statikseil was bereits am nächsten Stand befestigt ist um die oberen Längen anzuschauen.

Bei der Gelegenheit bekommen wir auch mal ein paar Seillängen geputzt und die Griffe angechalked.

Es wurde ein gemütlicher Abend, wobei wir an den einzigen 2 Bolts hingen und Alex und Tommy an 3 mobilen Sicherungsmitteln und einem Baum.
So erfuhr ich auch, dass die Unterschrift auf meinem Edelrid Portaledge nicht nur aufgedruckt war sondern tatsächlich von Tommy stammt.

Aufwärmen wenn es gleich im ersten Tageslicht schwer wird. Mein Sitzbrett hat dafür extra eine Griffbrett- Leiste bekommen und als Toilette ist es auch sehr praktisch. 


Am nächsten Morgen ging es sehr zeitig los und Oli stieg die 13b im ersten Tageslicht durch. Das war zwar ein Kaltstart aber immer noch besser als die Hitze und die pralle Sonne, in der ich mich am Tag zuvor hochkämpfte. Die Schnapperzüge an den Auflegern ware dennoch grenzwertig.

Tommy Caldwell bei der ersten und schersten der 3 x 5.13b Längen. Ab da wird mehr nach dem nächsten Griff geschnappt als man eigentlich möchte.


Die nächste 5.13 startete mit einem Faustriß. Es folgte ein Quergang in eine sehr anstrengende Fingerißhangel und technische Wankletterei. Das Problem war nur, dass man oben so gepumpt war, dass sich die Wandkletterei anfühlte als versuche man mit einem 20kg Rucksack auf dem Rücken zu klettern. Im Durchstieg war es bei uns allen 4 sehr knapp aber es gab schöne Fotos von oben da Alex und Tommy unmittelbar hinter uns kletterten. Es war auch interessant zu sehen wie unterschiedlich die beiden die Routen auscheckten. Wenn wir auf winzige Details beim Ausbouldern achteten machten die anderen beiden lieber 2 Durchstiegsversuche mehr. Aber an Kraft und Ausdauer mangelte es ja bei den beiden nicht. Alex fragte mich im Scherz, ob ich die Route zwecks einer Solobegehung so gründlich ausbouldere. Er konnte nicht verstehen, dass ich das mache, um im Durchstieg Kraft zu sparen.



Oli im Nach- und Durchstieg der mittleren 13b dem Elevator Shaft. Nach oben wird es immer schwerer

Alex ist uns knapp auf den Fersen und machte einige wilde Schmapper.

Oben vor dem Stand gab es wilde Stützzüge. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich.


Die letzte der 3 x 5.13er war eine scharfe und sehr raue Kante. Da die Bohrhaken rechts der Kante steckten und man diese sehr unsicher nach links abhangelte, hatten wir Angst, dass im Falle eines Sturzes das Seil beschädigt wird. Deshalb entschieden wir uns im Durchstieg zwei Seilenden, also Doppelseiltechnik zu verwenden. Auch hier wurde es knapp, aber auch das gelang uns beiden. 

 

Alex in der letzten 5.13, extrem raue Kantenkletterei.


Es folgte 2 mal 5.11 aber leider an hohlen Rippen. In der 2. Länge löste sich bei Oli eine Schuppe als er sie anfasste, weil sie nur lose im Riß steckte. Als sie auf die straff gespannte Expessschlinge, 2 Sicherungspunkte weiter unten fiel, durchtrennte sie diese mühelos. Der Schreck war groß aber zum Glück war nichts weiter passiert. So kletterten wir erleichtert weiter und dachten wir hätten das schwerste hinter uns, doch da sollte ich mich täuschen.

Ab dem nächsten Stand waren wir in der Route "Golden Gate" und richteten uns für die Nacht ein. Auch verbrachten wir hier den folgenden Tag als Ruhetag in der Wand.
Der Platz war toll und am Morgen kletterten Alex und Tommy an uns vorbei die verbleibenden 13 Längen zum Ausstieg. Ich war erstaunt, dass Tommy im Nachstieg recht lange in der "The Move" Länge rumboulderte. Auch das irische Team (Freja und George) war bis 14:00 Uhr mit nur dieser Länge beschäftigt. Ich dachte mir nichts weiter dabei, weil ich "Golden Gate" bereits 2010 geklettert hatte.

So schön kann Bigwall Klettern sein, zumindest in der Nacht hat man seine Ruhe.

Und ist es nicht ein Traum sich im Schlafsack umzudrehen und die 700m Luft unter einem zu genießen? So was wünsche ich mir öfters.

Die zwei Gipfelstürme Alex und Tommy ziehen mit leichtem Gepäck an uns vorbei.

Stau im Golden Gate die nächste 4er Seilschaft wartet hinter uns wärend wir hinter den Iren.

Ein entspannter Tag neigt sich dem Ende zu und wir haben uns keinen Meter bewegt.


Ich war ja schon immer ein Frühaufsteher, aber am 6.Tag in der Wand kam das böse Erwachen für mich in "The Move". Die Länge ist als 5.13a eingestuft und es ist auch bekannt, dass Aspiranten unter 1,70m deutlich mehr zeigen müssen als andere (ab 1,90m wirds ganz leicht). Das was hier von mir verlangt wurde war jedoch unmöglich. Es fehlte ein kompletter Zug und ich hatte keine Idee wie der gehen sollte. Vielleicht war eine der Leisten kleiner geworden oder ich war schon zu lange in der Wand oder dies oder jenes. Ich probierte so lange bis mir fast schlecht wurde von der Sonne, die auf mich niederbrannte. Irgendwann gab ich auf, denn wir mussten weiter zum nächsten Schlafplatz am "Tower to the People". Wir kletterten noch die darauf folgende Länge, aber meine Kraft und meine Motivation waren am Ende. Ich war niedergeschlagen und vollkommen ausgebrannt.
Es lag sicherlich nicht nur an der Sonne aber wenn man sieht, dass die Mühe und die Arbeit der letzten 6 Tage "umsonst" waren kann man schon mal durchhängen. Wir hatten noch Essen und Wasser für 2-3 Tage doch was sollten wir tun? Da die nächste Seilschaft unter uns wartete und Oli auch nicht länger als nötig in der Wand verbringen wollte, hatte er die rettende Idee.

Schönes Ambiente aber bedrückende Stimmung in mir. Was ist wenn ich " The Move" morgen wieder nicht schaffe?


Am kommenden Morgen seilten wir im dunklen 3 Sl zurück und ich hatte erneut die Möglichkeit 2h "The Move" noch dazu im Schatten zu probieren. Es ging etwas besser und nach über 1h zunageln von kleinen Leisten und dem Schultergriff gelang der Zug zum ersten mal seit 13 Jahren. Das war der Funke Hoffnung, den ich benötigt hatte und obwohl ich leider keine nagelneuen Schuhe dabei hatte, gelang es mit nochmal im Rotkreis. Alles was wir die letzten Wochen geklettert hatten, erschien jetzt viel leichter als diese kurze Zugfolge. Vielleicht war der äußere und innere Druck an dieser Stelle auch zu hoch als dass die Kletterbewegungen richtig fließen konnten. Der Druck auf den Schultergriffen war jedenfalls so immens, dass das Aufstehen auf dem einen Fuß sich meist unmöglich anfühlte. Diese Blockade im Kopf zu überwinden war viellecht die härteste Crux.

Die Seilschaft unter uns freuen sich am Tower to People schlafen zu können und richten sich für eine Regennacht ein. Wir klettern dem Ausstieg entgegen und hoffen vor dem Regen aussteigen zu können.

Es war kalt, windig und es roch nach Niederschlag. Hoffentlich kommen wir vor dem Regen aus der Wand.


Jetzt war der Weg frei für den Weiterweg, aber viel Kraft war bei mir nicht mehr da. Auf dem Zahnfleisch kriechend stieg ich auch noch die "A5 Traverse" und die restlichen Längen durch. Keine 2h nach dem wir Ausstiegen fing es an zu regnen.

Nicht nur ich war gerührt, auch das Yosemite weinte nach meiner 10. Freikletteroute am El Capitan.

Oli Am Ausstieg. Hinter ihm  neben dem Baum ist der letzte gebohrte Stand von Golden Gate.



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Mittwoch, 3. August 2022

Urdon - Topos and Overviews

   

The decent from the top of the wall. On the right side you can see parts of Pared de Jesus


Urdon near Hermida could be the new  Aiglun - Paroi Derobée (in France) where the famos route Alibaba is on. Or perhaps the new Ramirol for multipitch. It is not the highest wall but it is amazing steep and so one hard pitch follows another. The sun gets shade around 2pm and we just climbed Vibora on the far right side. Also the sceenery is stunning. If some of the projects are finished and the routes get some traffic it will be an amazing location.

There are no routes easier than 8a. I collected al the topos and information I could find and created an overview of the routes. 

Here the link:

https://www.dropbox.com/sh/tze8gnjmltc11g6/AACSoKWJ0u9wgpNvSHsl7Jgea?dl=0

Enjoy the overhanging walls of Urdon

  

Montag, 6. Juni 2022

Verdon - Topos and Overviews

 


Verdon has it all. Short routes an walls up to 350 m. Since there are 2 new guidebooks from 2021 & 2022 there are plenty of routes to climb. Where the routes on the south face are just for cool days, there are plenty of shady routes on the other side of the gorge. As long as the temps stay below 30°C it is a nice destination to climb in the shade.
We were lucky to add a new route to this magic area.

Some more topos of new routes in Verdon can be found here:
https://www.aventures-et-nature.com/escalade-grandes-voies-verdon.html

Enjoy the Scenery of Verdon

Dienstag, 18. August 2020

Titlis Nordwand- Topos and Overviews

 


In summer its mostly hard to find the right destination to climb therefore the Titlis N-Face is a good destinatione. With 2 hours the approach is no short but its worthwile to climb in this stinning sceenery at this overhanging walls and the quality is like Wendenstöcke. We were also happy to add the new route "Size matters" to this area. Taler people who repeaded it found it not so hard but they were not 168 cm :-) 

Here you can find some Topos:

https://www.dropbox.com/sh/60tafiir4d3nckk/AAAM4FPNJ1995zjuGO9Dg_bza?dl=0

Another good source of information is Matthias Trottmanns Blog:

http://titlisnordwand.blogspot.com/


 Be warned during thunderstorms the left walls stay dry but some meters behind you a waterfall will thunder down.

Enjoy the summerdays up there.

Samstag, 22. Februar 2020

Wadi Rum - Topos and Overviews

 


Unfortunately the guide book of Wadi Rum is quite old.

Never the less its a great area to climb from November to April.

To get a good collection of many routes in the area I sorted and named them after the name of the mountain they are on followed by the name of the route.
"mountain_route"
Route graded 7a and harder have after their name the grade to get an quick overview where to go for harder routes. With "Queen of the desert" we are happy to add a route to  the best wall of all.
Enjoy the desert an stay safe. 

Here the link to all topos:
https://www.dropbox.com/sh/s8z81ovcvzv52ut/AADDIp2Tk4iyjxKvI-F9Ehu2a?dl=0

Dienstag, 26. September 2017

Tsaranoro Valley - Topos and Overviews

2025 upgedatedes topo mit Zwischenstand in der Crux.

 



Collected Topos to Tsaranoro Valley (Madagascar)

Due to the fact, that for climbing in Tsaranoro Valley in Madagascar is no guidebook available I tried
to collect all topos I could get. The website from Camp Catta (campcatta.com) was an important base
for that but unfortunately are most of the lines in the wrong spots of the picture. Therefore I tried
to add also the original topo to have all the information in one place. All topos are in Order from left
to right.
One of the reasons to list the information here is that at the first route in the area "Rain Boto" got
additional bolts from new route next to it. Some other routes were in parts made again without even
mention that fact. I assume it was due to the lack of knowledge.
For all people who want to do first accents in the area I highly recommend stainless bolts. It seems
that the conditions and the environment makes all other bolts rusty within short time.
If you have a new topo or one I missed (e.g. left of "Mainty sy Fotsy" at Mitsinjoarivo the right sight
of the pillar we have see bolts but found no top) feel free to leave a post in my blog
(kayakandclimb.blogspot.com) with your email address. Your Contacts will not be published but I will
get an email and write back to you. 
With "Lanani Mpanjaka" we opened our best route so fare and the repeaters 2022 agreed with that opinion
Enjoy the nice Granit Climbing in Tsaranoro Valley

Here the link to all the topos in the area:
https://www.dropbox.com/sh/kbuv5sv34uam4yu/AADCc6j49UNITuTOB08Yn9sma?dl=0

Sonntag, 12. Oktober 2014

Taghia - Topos and Overviews



 Taghia in High Atlas has  limestone in verdonesque quality and walls up to 600m in an exotic surounding.

It should taken into consideration that the elevation is around 2000m and so mid April it still can snow and at the end of October it can get already cold.
Its recommended to bring some boltplates and nuts (M10 + M12) because often bolts are missing as soon as you can walk on a ledge to the belay. Especially on Oujdad NO-Face.

Here a little collection of topos:  
https://www.dropbox.com/sh/o7p0i264bvzv2mw/AAAOhG8WuGbn3Pig0f8SoGGla?dl=0 

A big selection of topos from Taghia you can also find here:
https://www.remi-thivel.com/toposjordanieomantaghia.html

Enjoy the Spirit of Taghia

Montag, 9. Juni 2014

Incredible Hulk - Topos an Overviews

 

Our basecamp in June 2014. In the back the sharp teeth ist the Incredible Hulk.

When it starts to get way  to hot  (above 90°F) in Yosemite its good to have a Plan B. Therefore the High Sierra with the Inredible Hulk is a good destination. Since the elevation is quite high you should look in the forcast for days without wind. And than its still quite cold up there.


I collected som Topos from the Hulk:

https://www.dropbox.com/sh/ouunmhshnoo5djh/AACLLK0OoDW-UvQL_nnSzkUSa?dl=0

Enjoy the remotness of the area

Donnerstag, 13. September 2012

Valle Bavona (Tessin) - Topos and Overviews

The amount of the bolts in Super Cyrill got reduced over the time so better bring more small gear.

 Whenever I had time to go climbing in the Alps and the weather was bad on the northern side of the alps we went to Tessin. The little Valle Bavone is a mystival place and its 1h drive from Locarno. Well known for it's route "Super Cyrill" and the boulder "Of the Wagon" there are multiple serious multipitch routes.

I collected the topos from different websites that dues not exist anymore or created themself.

Here the link to the Topos:

https://www.dropbox.com/sh/q2kl1ylh0qdiuoe/AAAAOqzQCRqVlvlq5DzyaW18a?dl=0

Enjoy and keep the valley clean. 

Samstag, 24. Oktober 2009

Redrock - Topos and Overviews

 


Red rocks is rather a winter destination and there are not so many hard routes there. Therefore I was happy when I got the hint that there is the "Secret 13's" wall. We spend 2 days there and enjoyed the remotness of the area. After that I made this little overview of the routes there.

Enjoy

Freitag, 24. Juli 2009

Horn Lake (Canada BC) - Topos and Overviews

 


Horn Lake is a lovely climbing area which consists of a cave and some surrounding walls. Compared to Ceüse it might be perhaps not an amazing venue but for Canadian limestone its worth visiting. It is located on Vacouver Island  (BC) above a lake calle Horn Lake. When visiting bring a kneepad since most of the hard routes have lots of knee bars.