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| Topo Jörmungandr, Hægefjell |
Jörmungandr: Die Midgardschlange am Hægefjell.
Hægefjell ist der Half Dome Norwegens und bietet genialen Granitfels zum Klettern. Nachdem Michael Meyer und ich dort bereits 2023 und 2025 zwei Routen eröffnet haben (Vinland Saga und Möllnir), fehlte uns noch eine ganz besondere Linie in einer der steilsten Wandpassagen. Letzte Woche haben wir das Projekt vollendet – auch wenn die Linie nicht ganz so gerade verlief, wie wir es uns gewünscht hätten. Sie schlängelte sich regelrecht durch die Seillängen. Am Ende stand der Name fest: „Jörmungandr“, die Midgardschlange.
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| Eigentlich benötigten wir das 200m Statikseil nicht aber wir dachten es wäre beim Sanieren für tressur Island nützlich, war es aber nicht. |
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| Due 3. Sl wurde schon mal glatt und am Ende schwer. Da waren aber vor kälte meine Füße ftaub. |
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| Micha in der 4. Sl. |
Bei einer 450 Meter hohen Wand ist ein bisschen Zickzack-Kurs gar nicht so verkehrt. Wir hatten riesiges Glück, dass sich alles komplett frei klettern ließ. Der erste Tag war ziemlich kalt und windig. Das machte die Verständigung in der Wand extrem schwer, und die Akkus unserer Bohrmaschine waren viel schneller leer als gedacht.
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| Froh nicht wieder hoch zum Rucksack zu klettern weil der Ersatzschlüssel zu uns kommt ging es zum Auto. |
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| Warum haben wir den Umlenkhaken im Chalkbag?? Tipp es hat was mi dem Wind zu tun. |
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| Na we findet den Haulbag wo der Autoschlüssel drin ist? |
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| Nach mehreren Stürzen war Michas und auch unser letzter Bohrmaschinenakku alle. |
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| Micha an Anfang der 7.Länge. |
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| Von oben siet es noch glatter |
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| Wo soll man hier nur lang klettern rechts oder links? |
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| Micha hat die 6. Sl angefangen zu bohren und in der Mitte habe ich weiter gemacht. |
Am Ende des Tages hatten wir fast 7 Sl Erstbegangen und am 6. Stand ließen wir unsere Rucksäcke zurück. Müde, aber glücklich seilten wir abends ab und kamen wieder am Wandfuß an. Unten sammelten wir erst einmal das Material auf, das uns tagsüber versehentlich runtergefallen war. Genau in dem Moment fragte mich Michael, ob ich eigentlich den Autoschlüssel aus dem Rucksack mit runter genommen hätte. Fehlanzeige, leider nicht. Da standen wir nun müde und hungrig am Boden – und der Autoschlüssel hing sechs Seillängen über uns in der Wand.
Rettung in der Not und Sandfliegen-Alarm
Zum Glück hatten wir unten am Wandfuß noch ganz schwachen Handykempfang. Wir riefen Götz Wichmann an, der auch auf dem Campingplatz am Nisser-See stand. Götz ist nicht nur der Autor des lokalen Kletterführers, er fackelte auch nicht lange: Er bot sofort an, die 30 Minuten zum Hægefjell hochzufahren und uns einzusammeln. Ein Riesenglück, denn wir hatten einen Ersatzschlüssel auf dem Campingplatz, den er uns mitbringen konnte.
Jede Tageszeit hat Vor- und Nachteile. Tagsüber gab es weder Mücken noch Sandfliegen. Das war am Morgen noch anders gewesen. Die Sandfliegen fraßen uns lebendig auf und folgten uns, bis wir endlich den Haulbag am 6. Stand mit dem Moskitonetz erreichten. Ab da konnten wir zumindest wieder atmen, ohne gleich hunderte von den Viechern zu verschlucken. 3,5 Längen wurden fertig gebohrt, das Seil abgezogen und durchgestiegen. Die letzte Länge on sight eingeboht. Wie das geht? Aus der Kletterstellung Bohren + Haken reinschlagen + Festziehen. Alles in allem sehr anstrengend für die Waden.
Short Facts:
60 Bohrhaken in den Längen sowie wenige Friends + 20 BH an den Ständen machen das ganze sicher aber zu einem kleinen Abenteuer.