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Montag, 24. Juni 2019

Hohnsteiner Bergsommer-Abend 05/06.07.2019

Eigentlich ist der Winter die Zeit wo ich von unseren Abeteuern in Vorträgen berichte.

Der Zufall will es so, dass das Thema des diesjahrigen Hohnsteiner Bergsommer-Abends den sächsischen "Erstbegehern-Nachwuchs" gewidme sein soll.
"Junge Sachsen Weltweit unterwgs" lautet das diesjährige Motto. 
Bernd Arnold, als Initiator des Bergsommerabends will damit zeigen, dass wir Sachsen uns nicht zu verstecken brauchen und wir Sachsen trotz kleiner Felsen großes volbringen können.

Das Programm könnt ihr dem Bild/Flyer entnehmen.
Vielleicht sieht man sich in Hohnstein.




Mittwoch, 12. Juni 2019

Lofer Alm - Leben in den kleinen Felsen


SChöne Tage an der Lofer Alm, Der Name ist Program
Nach einem langen anstrengendem Tag wo der Wecker kurz nach 4:00 Uhr geklingelt hatte kamen wir erschöft, durstig und ausgehungert zurück. Beim Anblick des Autos traf mich die Erkenntnis wie ein Blitz. Der Autoschlüssel war ja noch im Rucksack den wir in der Wand hängen gelassen haben. Das ganze war in der letzten Seillänge und 40 min Fußmarsch vom Auto ...

Alles ging wieder mal los mit dem verzweifelten Studiums der Wetterprognosen für das Pfingstwochenende. Leider war das Wetter nirgends gut. Dazu kamen die Unmengen von Schnee die noch in den Alpen lagen. Die Wahl fiel auf die Loferer Alm mit ihren ungefähr 150 m hohe Kalkwände von ausgezeichneter Qualität. Es sollte schon etwas sein wo wir noch was neues bohren könnten damit Chris-Jan auf seine Kosten kommt. Die perfekte Wahl, da sobald man sich 10 min von den Abseilpisten entfernt, viele Wände mit Raum für Neues gibt.
Da es nicht empfehlenswert ist mit Bohrmaschine loszuziehen um wild drauflos zu bohren, kletterten wir erst mal die Nachbarouten der angestrebten Linien zum Einklettern.
Es lag noch erstaunlich viel Schnee auf der Lofer Alm..

... und der Frühling hat hier gerade erst begonnen.


Armin 8a?, 4 SL
Chris-Jan wollte gerne eine der neuen Tschechenrouten klettern, wo er sich das letzte mal aus versehen hinein verirrt hatte. Die erste Länge war die Crux und sie war nicht besonders schön und der Fels sehr scharf. Danach wurde es besser. Die beste Länge war die letzte nur die Haken steckten etwas komisch. Was aber alle Längen gemein hatten, war eine extrem softe Einstufung. Im Anschluss gab es noch Schöne Tage damit auch ein paar Klettermeter gemacht wurden.


ERste Länge von Armin ist zwar unübersichtlich aber keine 8a.

Die 3. SL von Armin
Chris-Jan im Quergang der Schöne Tage.

De Hoabuchane 10-, 145m 5Sl
Ja diese Route war meine Wahl, weil die Wand links davon ganz oben auf der Liste der potentiellen Neurouten stand. Chris-Jan hatte sich sofort in die direkteste und steilste Linie verliebt weshalb sie fortan die "Stiller-Line" hieß. Aber zurück zu unserer Route für den Tag. In der Crux gab es sogar einige fixe Expressen und die Kletterei war auch sehr fetzig. Eher ein Ausdauerproblem mit 2 steilen aber technischen Einzelstellen. Wenn Chris-Jan nicht ganz knapp in der Mitte rausgekipt wäre, hätte dies seine erste 10- im flash sein können. Eher dankbar für den Grad, da wir dachten es wäre hier straffer eingestuft. Das Gefühl änderte sich in der vorletzten Länge die mit 9+ bewertet war. Ich benötigte fast eine Stunde ehe ich eine Lösung gefunden hatte. Dächer sind sicherlich nicht meine Stärke, aber 1h für 3m ist jetzt nicht gerade schnell. Die Lösung passte dann für den Grad war aber echt anstrengend. Alles in allem eine tolle Lösung und eine Empfehlung.
Die Crux von De Hoabuchane wird langsam immer schwerer aber ist dankbar sofern man nicht kleiner als 1,70 m ist.

Chris-Jan geneßt die Luft unter sich.

Erstbegehung im Sektor Tanzboden
Wir hatten nur noch 1,5 Tage und hofften das dies reichen wird, der 150 m hohen Wand eine neue Linie abzuringen. Vorher stand die Diskussion des Stiles. Viele Route hier sind von oben eingebohrt, weil man zwingend im Zustieg von oben kommt. Das ist natürlich schneller, aber kam für uns nicht in Frage. Wo bleibt den dann der Spaß und das Abenteuer.
Dennoch seilten wir im Sekter Tanzboden von oben ab und ließen das Seil hängen damit wir eine Rückzugsmöglichkeit haben, falls wir nicht mit der Route fertig werden. Um etwas mehr Zeit zu haben die ich beim Bohren auch oft benötige klingelte der Wecker kurz nach 4 Uhr. Etwas unwohl war mir schon bei dem Gedanken in glatten Kalkwänden zu bohren. Normalerweise hängt man sich an einen kleinen Stahlhaken den man auf Leisten legt oder in Löcher hängt um die Bohrmaschine hochzuziehen um das Loch für den Haken zu bohren. Chris-Jan ist beim hooken ein wahrer Meister und ich eher das Gegenteil. Eigentlich gehe ich vor größeren Erstbegehungen an die Budapester Strasse und quere nur mittels Skyhooks von links nach rechts um mehr vertrauen in diese zu bekommen. Das half bisher etwas, dauert aber immer, weil ich mich lieber festhalte, als mich in einen Cliff zu setzen. Da der Fels sehr glatt war, entschieden wir uns mit der Bohrmaschine auf dem Rücken zu Klettern. So geht das Bohren schneller und man kann zur Not auch freistehend arbeiten.Da sind die 4 kg Zusatzgewicht beim Klettern doch ein geringer Preis.
Endlich geht es voll motiviert los.

Um 7:30 ging es los und Chris-Jan versuchte sich in der 1. Länge der "Stiller-Line" gleich links von De Hoabuchane. Es war ganz großes Kino und ging bis zum Dach für 10- aber die Dachkande wäre 10/10+ und links herum wäre es ähnlich. Das war uns etwas zu schwer und so ließen wir das Projekt, mit einer Träne im Bohrloch, lieber für die Locals. Die Entäuschung war groß doch die Erschöpfung nach 3,5h pausenlosen probieren und bohren war noch größer.
Leider ging der erste Versuch nicht auf und Chris-Jan musste sich Ausruhen.

Die 2. Linie war die bessere Wahl ...

.. und war gleich am 3. Haken schon sehr schwer

Auch die 2. Länge war nicht leichter.

Dann kam die geniale Wasserille und das Dach einfach nur toll.








Der Plan B war eine Linie in der Mitte der Wand und so begann ich gegen 12 Uhr mit der ersten Länge. Es war schwerer als es aussah und schwerer als unsere Einkletterouten. Das Gelände entpuppte sich als Cliffunfreundlich und so bohrten wir beide viel freistehend. Wir waren nicht sehr schnell aber wir machten Stück für Stück Fortschritte. Die Strukturen waren echt abgefahren. Die tollste Struktur hatte ich in der 3. Länge. Eine perfekte Wasserrille die man anhangeln kann. Auch das abschließende Dach löste sich leichter als gedacht. Nur noch eine leichte 50m Länge und die Route wäre in einem halben Tag sächsisch eingebohrt. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn ein Gewitter zog auf. Da nicht abzusehen war wie schlimm es uns trifft, flüchteten wir an unserem Abseilseilen aus der Wand. Damit wir am Folgetag die Route beenden können, ließen wir alles in der Wand hängen und machten uns auf den Rückweg. Über eine Stunde später und mit knurrendem Magen kamen wir gerade in Sichtweite des Autos, als mir ein fataler Fehler bewußt wurde. Ich hatte zwar mein Handy aus dem Rucksack genommen jedoch nicht den Autoschlüssel.
Also drehte ich auf dem Absatz um und ging noch einmal zurück.
Am Folgetag beendeten wir in 1h die letzte Länge und packten unsere Sachen zusammen. Ohne den Verhauer, oder das Gewitter, hätten wir noch Zeit für die RP Begehung gehabt, aber so müssen wir noch einmal wiederkommen um die Route in einem Stück zu klettern.
Da haben wir auch noch etwas Zeit über einen passenden Namen nachzudenken und das ist auch gut so. Erfahrungsgemäß dauert das bei uns länger als das Einbohren und das Klettern.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Verdon El Topo

In der französischen Sprache ist die Verdonschluch namensgeben für die beste Felsqualität beim Kalk. Aus diesem grund heißt dieses Qualitätssiegel auch "verdonesque"

Es war eine eiskalte klare Nacht. Auf der Außenseite des Portaleges zog es wie verrückt. Die 2 Daunenschlafsäcke waren alles andere als warm. Mit viel Sorge beobachtete ich die halbe Nacht die aufziehende dunkle Front. Die Blitze am Horizont versprachen nichts Gutes. In der Dämmerung wurde ich von etwas kaltem im Gesicht geweckt, es Schneite. Zuerst langsam dann immer Stärker. Wie es aussah würde es ein Schneesturm werden, das konnte sehr ungemütlich werden. Nach oben waren es noch 60 m nach unten mehrere hundert Meter ...

Bevor ich hier etwas Überstürze fange ich besser von vorne an. Nachdem es in Aiglun an den Sintern zu feucht war, suchten wir Zuflucht in den Plattenfluchten der Verdonschlucht. Einige Routen hatte ich hier sowieso noch auf meiner to-do-Liste. Meine Hoffnung war, dass es nicht wieder zu heiß sein würde. Auf dem Plan stand die Empfehlung eines Locals "El Topo" eine der längsten Routen in der Schlucht.

El Topo 8a 14 Sl, 320m
Der Ruhetag nach der Klettterei in Aiglun war alles andere als ruhig. Eierkuchen backen, Gebietswechsel nach Verdon, Topo besorgen, Auskundschaften des Einstiegs ähm Ausstieg (man kommt in Verdon meist von oben abgeseilt), Strategie überlegen, Sachen Packen usw.
Die schwersten Längen ware ganz oben weshalb wir 2 Optionen hatten: Im oberen Teil ein Seil hängenzulassen oder die Sachen zum Übernachten im oberen Teil deponieren. Wir entschieden uns für das letztere, denn Oli wollte auch mal im Portaledge schlafen und ich bin da sowieso ein Freund davon. Das Übernachten in der Wand ist auch die natürlichste Lösung.
Der Plan stand also fest: Klettern bis zum Schlafplatz und nach dem Ausschlafen am Folgetag sowie gemütlichem abhängen in der Sonne beenden der Route.

Also ging es wie immer zeitig los und es war ein klarer kalter Morgen. Da die Route nach Osten ausgerichte ist würde die Sonne schnell die Kälte vertreiben. Auf einer neuen Abseilpiste gelangten wir zum Einstieg und hängten dabei das Schlafzeug 4 Längen unter den Ausstieg.
Die ersten 3 Längen gingen gut nur das Gestein war nicht so top wie wir es uns gewünscht hätten. Bei der ersten 7b stürzten wir beide und mussten sie erneut klettern. Nicht das mich das verwundert hätte, denn 7b im Verdon kann sich selbst für mich als Freund der Plattenkletterei wie Leistungsgrenze anfühlen. Ich machte mir nur Sorgen wie es dann weiter oben aussehen wird. Es kommen ja noch 3 x 7b+, 1 x 7c sowie die 8a Crux. Der Fels wurde zum Glück etwas besser jedoch die erste 7b+ (6. Sl) war exrem kleingriffig. Da konnte selbst ich als Liebhaber kleiner Griffe keine Freude mehr empfinden.
Die 5. Sl bietet zum erstn Mal kompakten Fels in der Route.

Oli in der 6.Sl. In dieser Länge sind die Griffe winzig un messerscharf.

Mein Favorit des Tages war die 7. Sl ebenfalls 7b+. Anhaltend schwer mit vielen weit auseinander liegenden Ein- und Zweifingerlöchern. Dank eines neues paar Miuras ging es on sight. Ohne die Miuara wäre ich entweder mit einem Fußkrampf bzw mit dicken Armen abgetropft.
Anfangs ist die 7. Länge noch splittig ...



... aber nach oben hin ist sie traumhaft kompakt.

Auch die 12. Sl ist wieder herlich kompakt aber 2 mal unangenehm für kleine Leute.

Das neue paar Schuhe half auch bei der Boulderstelle in der 7c Länge. Oli konnte diese dank Größe und Kraft im flash durchsteigen was mich so verwunderte, dass ich bei der Wette ein Eis verlohr. 2 Längen unter dem Ausstieg wäre noch genug Zeit zum Weiterklettern gewesen aber wir wollten es gemütlich angehen. Oli schaute noch in die 8a rein und wir ließen das Seil vorsorglich hängen. Anschließend richteten wir uns gemütlich im Portalege ein, aßen Abendbrot und krochen in die Schlafsäcke denn es wurde schnell kalt. Es war schönes Wetter angesagt und ein schöner Sternenhimmel dennoch fehlte am Horizont etwas von der Sternenpracht. Da ich auf Grund der Kälte im Laufe der Nacht mehrfach wach wurde sah ich das sich diese Schwärze immer weiter ausdehnte gelegentlich waren auch Blitze am Horizont zu sehen. Als ich wieder mal kurz wegdöste wurde ich von etwas kaltem im Gesicht geweckt. Es dämmerte bereits und es dauerte etwas bevor ich erkannte, das es schneite. Die Schlechtwetterfront hatte uns scheinbar erreicht. Ich weckte Oli und wir entschieden uns für die Flucht nach oben. Die Wand war zwar steil, aber nicht steil genug das wir dauerhaft trocken bleiben würden. Leider hatte ich bereits unangenehme Erfahrungen mit Schneefall im Yosemite gemacht wo sich die Wand innerhalb von kurzer Zeit in einen Wasserfall verwandelte. Wir hofften, dass wir noch hoch kommen bevor alles tropft und wir vor Kälte und Nässe zitternd in der Wand hängen. Wie sehr wünschte ich mir in diesem Moment, dass wir ein Seil in den Ausstieg der Route gehangen hätten. Aber wer rechnet den mit so etwas in Südfrankreich. Oli kletterte so schnell es ging raus und ich stieg mit Brusikschlinge und Seilklemm schnell hinterher. Am Ausstieg pfif uns ein eisiger Wind entgegen und wir waren froh bald im Auto im warmen zu sitzen. Später beendeten wir die Nacht im Zelt und selbst da war es noch unverschämt kalt. Am nächsten Tag kehrten wir zurück um die letzten beiden Längen noch zu beenden. Die 8a war außerordentlich kompakt und neben kleine Schlitzen zum Greifen gab es in beiden Schlüsselstellen lediglich flache Einfingerlöcher zum Treten. In der Sonne machte das wenigstens Spaß von zu warm jedoch konnte selbst am letzten Tag nicht die Rede sein.
Als wir die El Topo am folgetag beendeten mussten die Schuhe für die Einfingerlöcher gut geschnürrt werden. Oli hatte darauf keine Lust mehr und behielt die Turnschuhe an.


Fazit: Nicht die beste Route aber ok. 7 der 14 Längen haben das für Verdon typisch gute Gestein der Rest ist splittrig oder nicht so schön zu Klettern. Die letzten Längen sind auf jeden Fall die Schönsten der Route.

Montag, 6. Mai 2019

Aiglun - Viva la France

Aiglun Paroi du Gite

Lange schon geisterte der Name dieses Gebietes in meinem Hinterkopf herum. Noch bevor ich von diesem Gebiet hörte sah ich ein Topo von einer Route wie aus einem Märchen. "Ali Baba" heisst diese Route. Weitere Topos und den passenden Führer "L'escalade dans les Alpes-Maritimes" hatte mir Arnaud Puetit empfohlen und so nahm die Idee langsam ihre Form an.
Durch den Führer erfuhr ich das es in Aiglun mehrere Sektoren gab. Der vordere Sektor "Paroi du Gite" und der hintere Sektor "Paroi Derobée" mit einem abenteuerlichen zweistündige Zustieg.
Aiglun ist der Name eines kleinen Dorfes 64 km nordwestlich von Nice.
Unser Ziel war es natürlich im Paroi Derobée zu Klettern aber vorher wollten wir uns erst einmal an den Fels gewöhnen. Dazu war der bildschöne vordere Sektor mit seinem 20-30 minütigen Zustieg ideal. Je nach Route und Jahreszeit kommt dieser Wandteil zwischen 11:00 und 12:00 Uhr in die Sonne. Wir das waren Oliver Schmidt und ich.

Masotherapie pour Tendon Maniaques 8a, 270m, 10 Sl
Die Übersetzung des Namens lies zwar nichts Gutes erwarten aber ich als Freund der vertikalen technischen Wandkletterei dachte, das wird schon passen. Ich lag auch richtig und es war ein guter Einstieg auch wenn die erste Länge mit 7a+ leider ein Kaltstart war. Die schönste Seillänge war die 7b (6.Sl) anhaltend athletische Loch und Leistenkletterei. Die beiden schwersten Längen waren etwas inhomogen aber wenn man sich die Variante ausbourlerdete und nicht gerade kleiner als 1,75 m ist angenehm zu Klettern.
Damit wir etwas zügiger unterwegs waren legten wir die Längen 1+2, 4+5, sowie die 8+9 zusammen.
Oli in der 2. Sl der Massotheraoie... .

Blick aus der Wand zum Idyllischen Ort Aiglun.

Tobias in der Schlüssellänge. Wenn man die richtige Variante und Größe hat nicht so schwer.


Panach 8a/8a+, 250m, 7 Sl
Ein großer Klassiker im Gebiet mit einem Rissdach als Schlüssellänge. Irgendwie war das Topo nicht ganz richtig, denn bereits die 2. Sl war die Crux. Da der untere Teil sowohl alte als auch saniere Haken aufwies und die Griffe sehr abgespeckt waren, bin ich mir sicher das wir richtig eingestiegen sind. Jedoch hörten die glatten Griffe ab der Crux auf. Die Schlüsselstelle war wieder ein Boulder der etwas Kreativität an einer luftigen Dachkante verlangte. Als man endlich in den überhängenden Riss kam wurde es leichter. Haken gab es in dieser Länge mehr als genug und Friends brauchte man keine. Wer denkt nach der Crux wird es leichter, der hat lediglich auf die Zahlen im Topo geschaut. So erging es uns. Die folgenden beiden Längen waren viel schwerer als gedacht. Bei der 3. Sl kann man mit kleinen Friends und einem in der Handrissbreite das vorhandenen alte Hakenmaterieal hintersichern. Auch am Stand empfehlen sich kleine Keile oder ein 0er und ein 1er Mastercam. Es bleibt anspruchsvoll und für den angegeben Grad kommt man sicher nicht hoch oder muss sich extrem anstrengen. Zum Glück kommen nach 6 m ohne Sicherung reichlich Normalhaken. Das Fazit bei der Panach ist: Tolle ausgesetzte Kletterei doch wer hier nicht sicher 7a+ klettern kann hat wenig Freude es sei den er will permanent Haken durchziehen. Wie die im Topo auf 6b obligatorisch kommen weiß ich nicht ich denke das es mindestens 7a ist.
Die erste Länge der Panach endet an der Crux.

Für die 3. Länge der Panach bringt man am besten ein paar Friends und viel Ausdauer mit.


Das Aufwärmprogramm war somit erfolgreich absolviert und wir machten uns am nächsten Tag auf den Weg zur Paroi Derobée.

Zustieg zum Sektor der Ali Baba:
Da wir den Weg nicht kannten und uns nicht im Dunklen verirren wollten, gingen wir am Nachmittag des Ruhetages los und planten zwei Nächte hinten. Leider begingen wir den Fehler zum Fluß abzusteigen was eine Sackgasse war. So leicht war die verwunschene Grotte nicht zu erobern. Am Wandfuß von Paroi du Giet fanden wir dann den Weg und auch einige Fixseile. Diese schlängelten sich auf einem versteckten Pfad am Rande einer tiefen Schlucht entlang. Anfangs waren die Seile nur zur Orientierung bzw als Geländer da. Später musste man abseilen und auch an Seilen nach oben klettern. Mit Sack wären hier Jümar hilfreich. Doch die sagenumwobene Grotte war noch viel besser geschützt. Kurz bevor wir dachten der Pfad würde breiter werden gingen die Seile um die Ecke und verschwanden in einem Wasserfall. Das ganze kam uns vor wie ein schlechter Witz und das auch noch in einer kalten und zugigen Schlucht. Die 50 l pro Sekunde die scheinbar aus dem nirgendwo im Fels herrausstürzten hätten uns binnen weniger Sekunde total durchnässt. Es schien auch nicht ratsam zu versuchen am Fixseil zu versuchen schnell durch das Wasser zu rennen, denn es war moosig und glatt und das Seil hing zu tief um einen Sturz abzusichen. Was also machen? Meine Idee war etwas abseilen und weiter unten im liegenden Gelände durch den Wasserfall pendeln. Oli war für das ausziehen von so vielen Sachen wie möglich, denn die Nächte waren auch mit trockener Kleidung empfindlich kalt. Beide Ideen wurden umgesetz und wir wurden nur etwas feucht nicht komplett durchnässt. Wer sich eine Rückweg offen lassen will, sollte auf jeden Fall ein ca 20m Seil auf der linken Seite des Wasserfalls hängen lassen hochklettern gebt da nicht. Bei uns hingen jedoch bereits Seile auch wenn unser Rückweg ohne Duschen geplant. Als wir dann das letzte Stück zum höcksten Punkt der Grotte gestapft ware blieb uns der Mund offen stehen. Die Wand war beeindruckend und türmte sich durch ihre Steilheit so über uns auf, dass man meinte sie würde über den Betrachter herfallen. Leider sahen wir, das auch hier die meisten Sinterfahnen vor Nässe glänzten. Das sah überhaupt nicht gut aus für unseren Plan. So suchten wir vorsorglich nach Alternativen die nicht nass waren. Leichter gesagt als getan bei einer Wand dieser größe und keinem einzelnen Topo in dem sich eine Übersicht befindet. Dennoch wollten wir früh die Ali Baba versuchen und schauen ob es Sinn machen könnte diese bei den aktuellen Bedingungen zu Klettern. Es wurde ein schöner Abend in einem grandiosen Ambiente,dass fast so wirkte als befände man sich in einem Dschungel am Ende der Welt nicht in Südfrankreich.
Oli im Zustieg zur Patoi Derobée

Von unten sieht man den Wasserfall leider nicht mehr so gut. Oben war der Foto trocken im Rucksack verstaut.
Hier noch ein Stich der Grotte von Aiglun bzw. Parois Derobée ein echt beeinduckendes Stück Fels und der Zustieg von 2h lohnt sich selbst für den Blick.


Les Soeurs Jumelles 7c+ 8Sl, 250 m
Am nächsten Morgen ging es früh zeitig los in die Ali Baba. Leider war bereits in der ersten Länge der Sinter tropfnass. Deshalb entschieden wir uns für eine Alternative ganz rechts. Der Start hat uns schon beim Zustieg beeindruckt den es ging zwischen zwei Sintern los. Die Sinter waren natürlich auch nass aber da man zwischen diesen spreizen konnte ging es zu Klettern. Die schwere Länge ging nur RP der Rest bis zur 6. on sight. Es ist jedoch mehr als erstaunlich zu erfahren, dass in Routen von P. Mussato (von dem auch die Ali Baba ist) unter 7a versteht. Bei uns war dies bereit Anschlag und die Haken waren auch selten in unmittelbarer Nähe. So kämpften wir uns auf Anschlag bis zur nächsten 7c+ hoch die leider an einem Sinter unkletterbar nass war. Am Folgetag als wir die Nachbarroute kletterten fanden wir leider zu spät herraus das man diese Stelle auf der Nachbarroute umgehen könnte. Da das Topo im Führer falsch ist, habe ich ein korrigiertes Topo angehangen. Die Schwierigkeitsgrade habe ich auch gleich korrigiert.
Die Erste Länge von Les Souers... ist mal eine etwas andere Sinterkletterei.

Kirrigiertes Topo von le Haka und Les sœur Jumelles.


Le Haka 7b+, 250 m
Da es wie schon beschrieben nicht ganz einfach ist aus der Grotte von Ali Baba zu entkommen entschieden wir uns herrauszuklettern und erst Abends zu duschen. Die Wahl viel auf die Haka. Verglichen mit den anderen Routen dankbar das Topo war falsch und wir erwarteten 6er wo 7er waren. Dadurch kamen wir ganz schön ins Schwitzen.
Die Schlüssellänge ist ziemlich krazig und der eine oder andere Griff sieht so aus als wäre jemand mit dem Hammer abgerutscht. Da diese sehr gut abgesichert ist könnte man die Griffe in Ruhe in suchen.
Ein weiteres kleines Abenteuer auf das man sich freuen kann ist der Abstieg. Vielleicht haben wir den Weg der uns zum Wanderweg gehen soll nicht gefunden und selbst am Ausstieg der Ali Baba wurden wir nicht fündig. So ging es ebend 30 min quer duchs Gebüsch und spätet auf dem Wanderweg in weiteren 1-1.5h zurück nach Aiglun.
Oli in der 4. Sl der Hala. Er hat auch ein gross3s Talent zum Baumklettern was in Aiglun jeder braucht.

Die 5. und die Crux der Haka.

Ausblick vom Wanderweg auf dem Rüchweg nach Aiglun.


Troutherapie 7c+, 230m, 7 Sl
Ein etwas ausführlicheres Topo fer Trouterapie. Quellenangabe:http://www.guides06.com/aiglun-troutherapie/

Tja unser Projekt war nun nass und etwas anderes kam in der hinteren Grotte zur Zeit auch nicht in Frage. Was also machen wir jetzt?
Insgeheim hofften wir in Verdon auf bessere Bedingungen aber eine Route war uns bereits am ersten Tag positiv aufgefallen. Gleich rechts von Masotherapie war die glatteste und steilste Wandzone die gleichmäßig überhing und keine Dächer hatte. Es war alles an dieser Route beeindruckend. An den Griffen war immer gut Magnesia zu sehen was dafür spricht, dass es eine sehr beliebte Route ist. Die Grifflosigkeit der Wand relativierte sich, da man beim genauen hinsehen einige weit auseinanderliegende Löcher erkennen konnte. Deshalb auch der Name "Lochterapie".  Wieder mal ein Meisterstück von P. Mussatto und leider ein kompletter Kaltstart.
Es ging mit 7c los und so sollte es für die nächste 5 Längen bleiben. Die Vielfältige und abwechslungsreiche Kletterei lies wenig zu wünschen übrig. Unten technische aber steile Wandkletterei, dann etwas feuchte Sinter und dann Löcher,  Löcher, Löcher. Dabei war es nicht immer optimal klein zu sein und zwischen den Haken musste man engagiert klettern. Oli vollbrachte sein Glanzstück mit dem on sight der 7c+ Schlüssellänge. Diese ging bei mir erst im 2.Versuch und ich merkte das wir den 3. Tag am Stück kletterte. In der 5. und letzten 7c fing es leider an zu regnen, aber bevor wir die kleingriffige Pasage mit dem extrem undankbaren Ende ganz oben gemeistert hatten war das ganze vorbei. Da durch die Wolken heute keine Sonne in die Wand kam blieb es kühl und sehr anspruchsvoll. Oli meinte hier treffend: "Troutherapie sei oben mehr Massotherapie als die Nachbaroute links" und zudem deutlich anspruchsvoller.

In der 2. Sl der Troutherapie musste ich erst mal schauen welche Griffe trocken sind.

Oli kletterte die 4.Sl und die Crux der Troutherapie on sight.


Wir denken, dass es bereits ein guter Vorgeschmack auf die Ali Baba war da 5 Längen 7c oder schwerere sind. Somit war das für diesen Urlaub unsere Ali Baba light, halt 2 Grade leichter. Unsere Zeit in Aiglun ging zu Ende und wir habe die ganze Zeit nur wenige Kletterer gesehen obwohl die Wand ab dem 6ten Franzosengrad viele Routen bereithält.
Meiner Meinung nach eine Empfehlung und ein kleines Juwel.

Mittwoch, 16. Januar 2019

Vortrag Direct Line/ El Capitan

So für alle fleißigen Leser die unsere Abenteuer gerne als Vortrag mit vielen Bildern erleben wollen es gibt nun 3 Termine die feststehen. Zwei davon in Dresden und einer in Berlin.

01. Feb  Bouldercity Dresden ca. 20:00 Uhr
11. Feb SBB Dresden   Start 18:30 Uhr
19. Feb Berlin Berta Block Start 20:30 Uhr

Also vielleicht sieht man sich.

Montag, 29. Oktober 2018

Direct Line aka Platinum Wall 1000 m, 39 Sl, 5.13+

Jetzt geht es endlich los soweit uns die Hände und Füße tragen
credit yosemitebigwall.com, Das aktuellste Topo auf einer Seite. Danke an Erik Sloan für das Seil.


Wir (Thomas Hering und ich) saßen unter dem El Capitan das Wetter war perfekt und wir wollten da hoch. Wie langen noch würde das Wetter so stabil bleiben,  das wir 12 Tage lang schwer klettern können? Am liebsten würden wir sofort Einsteigen.  Doch leider hatten wir nicht das nötige Material. Besser gesagt wir hatten es nicht mehr. Alles war gründlich geplant, doch die Fluglinie hat unser Gepäck verschlampt.
Nach anhaltendem Pech hatten wir endlich wieder mal Glück. Im letzten Moment habe wir ein Statikseil bekommen. Vorher hatten wir alles probiert. Im Valleystore gab es nur 50 m Statikseile und das per UPS Express bei Metolius bestellte Seil wurde vom Yosemite Post Office verweigert und zurück gesendet. Es war wirklich zum Verzweifeln bisher. Im Letzten Moment als Thomas unser Vollseil und das Halbseil aus der Wand abbauen wollte bekam ich noch ein Seil geborgt.
Endlich ging das Leben in der Wand los, der Grund weshalb wir ins Valley gekommen sind.
Für alle die nicht gerne Lesen und lieber Bilder anschauen, eine Zusammmenfassung gibt es am Ende.
Topo Teil 1

Topo Teil 2

Topo Teil  3

1.Tag
Wir hatten Essen und Wasser für 12 Tage dabei. Alles zusammen ca 150 kg. Leider hatten wir nur 3 Haulbags und vom Platz her war das sehr wenig. Unser eigentlicher Tagesrucksack wurde mit 30 Litter Wasser und anderem beladen, ein sichere Variante diesen über 10000 m lang in Stücke zu Raspeln.
Wie zu erwarten war, waren die Säcke sauschwer aber wir mühten uns zügig voran zu kommen. Das geborgte Statikseil war 200 m lang und das machten wir uns zu nutze. Ich hing als Gegengewicht zu den Haulbags und Thomas haulte. Das war nicht nur extrem schweistreibend sondern ich durfte die 100 m Zweimal jümarn. Jeden Meter den der Sack hoch ging ging es bei mir einen Meter abwärts. Tagesziel war heute "Rusty", das von Eisen rot gefärbte Band nach Länge 9. Also 4 Längen zu Klettern 2 davon kannten wir bereits. Das war zum einen deshalb demotivierend, als das wir die Längen vor 2 Tagen bereits angeschaut hatten ich jedoch die Einzelzüge nur mit großer Mühe Klettern konnte.Das bei einer 5.12 + das ist noch leicht verglichen mit dem was noch vor uns liegt. Ist der Ganze Aufwand etwa umsonst und wir seilen in ein paar Tagen mit dem ganzen Gepäck wieder ab? Vielleicht liegt es daran das wir noch nicht eingeklettert sind?

Die spiegelglatte 6. Länge.

Das Ende der 7. Sl

Thomas glänzt in der 8. Sl

Die 8. Länge ist schwere Kantenkletterei.

Die 5.13- auf dem Weg zu Rusty

Da unten hängen die Säcke, mal sehen ob das mit dem Nachzoäiehen klappt wie geplant.


Heute glückte die 6. und 7. Länge im Durchstieg, wenn auch nur sehr knapp. Die Kletterei der 7. Länge lag mir auf jeden Fall. Techniche Kletterei sondersgleichen mit einem Mantel in der Mitte. Darauf folgte ein technischer Tanz auf der Platte der ausgefallener kaum werden konnte. Doch an dieser Stelle irrten ich gewaltig. Wir wussten ja nicht was noch alles vor uns lag.
 Die Motivation und das Selbstbewusstsein wurde noch mal gestärkt, als auch die letzten Längen des Tages nach längerem Ausbouldern der gelang. Wir richteten uns auf "Rusty" ein und saßen noch vor Sonnenuntergang auf dem Portaledge. So war Abends endlich Zeit die Tiefe zu genießen und den Stress des Tales hinter uns zu lassen.
Wir und unsere säcke auf Rusty. Ab jetzt wird es hoffentlich jede Nacht etwas luftiger.
Endlich die erste nacht auf dem Portaledge.


Tag 2
Offen für alles was kommen mag begannen wir den Tag. Es ging los mit einer schweren Länge wo man mehrfach abklettern muss um einen kletterbaren Weg zu finden. Am Ende der Querung war es sogar etwas runout. Es folgte ein Riss der nicht nur schnell von ein paar Pflanzen zurückerobert wurden sondern Thomas auch eine schwere Zeit bereitete. Es ging gutmütig weiter nur die Routenfindung und die Absicherung waren teilweise anspruchsvoll. Zum Abschluss des Tages kam noch eine kurze anstrengende Hangel und wir waren am Tagesziel angelangt. Das Band heißt "Speak Friend" und der Name ist wie viele der kommenden Längen aus "Herr der Ringe" entnomme. Dies war der Zugang zu den verfluchten Minen von Moria. Apropos verflucht wir mussten ja noch den Haulbag von "Rusty" 130 m unter uns nachziehen. Die schweren Säcke hingen immer noch unter uns. Mit einem speziellen Stahlhaken in den Bolt gehangen sollte  man diese nach oben rausziehen können. Der Erfinder Roby Rudolf taufte diesen Haken Frighthook. Leider klappte es nur wenn das Seil gerade nach oben lief und nicht hinter den Nachbarhaken hängen bleibt was uns leider alzu oft passiert. Dises mal glückte das Manöver nur blieb der Sack am Dach der "Gypsy-Länge" hängen. Zum Glück war das Statikseil 200 m so konnte ich abseilen, den Sack befreien und erneut Gegengewicht spielen. Es war bereits 1h  dunkel als wir unseren Kartoffelbrei genießen durften. Es ist also nicht nur das Klettern was in so einer Wand für Spannung sorgt.
Die 5.10 vor Speak Friend ist ganz schön schwer.

Thomas sein bewachsener Riss war im Nachstieg etwas sauberer.

3. Tag
Da wir am Vortag 1-2 Länge  weniger als geplant schafften klingelte der Wecker 4:30 Uhr. Heute lage 6 Längen vor uns die in einem 130 m großen Linksbogen verlaufen und wieder 60 m über "Speak Friend" ankamen. Dabei sind viele schwere Längen unter anderem die Platttencrux. Hoffentlich bekam ich alle länge  im Durchstieg hin? Der große Bogen würde es schwerer machen am nächsten Tag irgendwo links Längen noch einmal zu probiere ohne etwas doppelt zu Klettern. Die erste Länge war eine sauschwere 5.11 die wir noch mit Stirnlampe kletterten. Es folgte die "Balrog -Länge" die absteigend quert und wo es echt schwer ist den richtigen Weg zu finden. Ich fand erst eine Variante für 5.13- die aber zum Glück nicht nötig war den weiter oben gab es eine bessere Lösung. Abgefahren und sehr technisch macht man einen Trittwechsel nur auf die Hand vor dem Körper gestützt. Es folgte wieder eine sehr anspruchsvolle 5.11er Länge bis wir einen Blick auf die Schlüsselstelle des Plattenpanzers werfen konnten.
Ich suche eine Weg durch das Labyrinth des Abkletterns um dem Balrog zu entgehen.

Thomas in der länge nach Balrog

Der Beginn von The White Wizzard. Zauberei bis zum Schluß.

 Der " White Wizard" ist 50 m lang und mit ca. 13 BH immer noch anspruchsvoll gesichert. Die Kletterei hat alles was ein Roter (ED-) Parcour in Fontainebleau von einem abverlangt. Naja das Absprunggelände hier ist besser hat man doch 500 m Luft unterm Hintern. Die Wand ist nur stellenweise Senkrecht aber die Griffe sind oft sehr klein. Die einzig verlässliche Lösung in diesem Labyrinth lässt sich nur durch die Tritte finden. Der Daumen ist einer der wichtigsten Finge und war am Abend wund vom Klettern. Ich brauchte über 2 h um alle Stellen auszutüfteln besonders die am 5. und am letzten Haken waren schwer für mich. Nach etwas Pause wagte ich einen Durchstiegsversuch. Da der Erfolgsdruck riesig war und die Kletterei alles andere als sicher kletterte ich grottenschlecht. Auf riesigen Tritte hatte ich kein Vertrauen in meine Füße und zögerte. Wie soll es da am letzten Haken mit den Mikrotritten und den winzigen Kristallen für die Daumen werden. Noch dazu bei dem böigen Wind und den Seilzug.
Der Krampf ähm der Versuch endete am 3. BH bevor es schwer wurde. Ich ließ mich zum Stand ab und machte sogleich einen weiteren Versuch wohl wissend, das in der Spur des Zögerns die Saat des Versagens liegt. Es ging etwas besser zumindest stellte ich mich weniger blöd an und etwas besser hin. Die Stelle am 3 Haken glückte doch bereits am 4. BH wurde ich zittrig. Die Füße rutschten langsam, weil ich zu wenig Druck drauf brachte. Nur noch den Sloper mit links wegpressen und volle Last auf den rechten Daumen. Jetzt den linken Fuß vor der Brust platzieren und mit den rechten Fuß  unter den Daum antreten dann kann man hochgreiffen. Kurz vor dem rauskippen kam ich oben an, was bei dem gezitter ein Wunder ist. Thomas meinte später er hat mich noch nie so verkrampft klettern sehen. Noch ein paar krampfhafte Stellen und ich Stand wieder gut. Ich beruhigte mich etwas und wurde nach oben immer sicherer. Einzelstelle für Einzelstelle lösste sich auf und ich stand unter dem letzten Haken. Die Füße schmerzten und der Wind zog stark an meinem Sicherungsseil. Beides konnte ich nicht gebrauchen. Es half alles nicht also. Das erste Antreten ging noch gut bis ich an die kleine Leiste kam. Jetzt mit rechts auf die Rasierklinge treten und die Leiste auf Daumen drehen. Als ich mich mit rechts auf die Rasierklinge schieben wollte war der Fuß schon 2 cm weiter nach unten gerutscht. Also korriegiern und volle Last zwischen die zwei Daumengriffe. Hüfte nach rechts bis man den linken Fuß etwas höher setzen kann und dann strecken... . Es dauerte erstaunlich lange bis ich feststellte es bis zum rettenden Aufleger geschafft zu haben und an diesem zu hängen. Ich zitterte mich zum Stand und ein Freudenschrei ging übers Tal. Ich hatte es tatsächlich geschaft kaum zu glauben. Dazu noch bei der Aufregung. Ich hatte wenigstens keine Fehler gemacht und gut ausgebouldert. Wenn man mich im Nachhinein fragt wie ich die Länge einstufen würde wäre meine Antwort entweder sächsisch 11a oder eine Fb 7a+ Boulderstelle mit vielen Fb 6er Bouldern danach und zum Abschluss eine Fb 7a Platte. Es folgten noch zwei 12er die beide sehr anspruchsvoll waren. Vom Erfolg beflügelt gelangen diese auch noch. Wir fixierten das Statikseil und seilten zu "Speak Friend" und den Haulbags ab. Juhu wir waren wieder im Zeitplan. Auch wenn meine Fingerspitzen vom ausboldern brannten schmeckte der Kartoffelbrei an diesem Abend besonders gut. Wen stört da die Dunkelheit beim Essen. Mit angenehmen Gefühl ging es in den Schlafsack.
Die Letzten schweren Meter von White Wizzard.

Die letzte Länge am Abend. Klettern an Rasiermessern wärend man auf Glas steht.

4. Tag
Wir waren beide ziemlich geschaft aber einen Tag mussten wir noch durchhalten. Sechs Längen also Sl 21- Sl 26 standen auf dem Programm. Es war etwas leichter heute aber es waren immerhin noch 3 x 5.12er dabei und jetzt waren es Risse keine Platten mehr. Das sind im Valley keine Geschenke. Auf halben Weg gab es das Band der "Triple Direkt" auf dem wir unter großer Anstrengung und mächtigen Schwitzten die Säcke zerrten. Geschaft von den 3 vorhergehenden Tagen quälten wir uns die schönen Risse hoch und Fixierten das Statikseil unter der nächsten Schlüssellänge. Dann seilten wir geschaft und schwitzend ab den es war ein besonders heißer Tag. Da ein großer Stein lose über uns auf einem Band lag, nahmen wir diesem im Rucksack mit zum großen Band herrunter. Das dieser Stein heruntergefällt, war nur eine Frage der Zeit und wir sind genau über dem Einstieg der Nose. Da es noch 2 h bis zum Sonnenuntergang waren mach wir es uns auf dem Band gemütlich und versuchten Schutz vor der sengenden Sonne zu finden. In den unteren Platten sorgte die Thermik für einen angenehmen Wind. Im oberen Teil war davon leider wenig zu spüren. Was hätten wir nich alles dafür gegeben zu trinken bis der permanente Durst gestillt ist. Doch wir beherrschten uns eisern, denn Wasser war für uns die Zeit die wir brauchten biss wir alle Längen geklettert hatten.

Blich am Morgen, noch 6 Längenheute dann gibts endlich einen Ruhetag.

3. Sl überm Tripple Ledge.

Thomas in der ganz schön anstrengenden Hangel

Die anstrengende 5.12er Hangel vor dem Doghead

5. Tag
Endlich Ruhetag. Was macht man eigentlich an so einem Ruhetag in der Wand? Auf jeden Fall nicht Klettern zudem noch Essen, Lesen und Musik hören. Das Essen ist das gleiche wie an den Klettertagen  man variiert lediglich die Reihenfolge. Ansonsten genießt man die Aussicht und ab Mittag überlegt man sich die Logistik für den Folgetag. Ach ja und man spricht geheime Beschwörungen, damit die Haut auf den Fingern schneller nachwächst.

Endlich mal ein Band zum hinlegen und das nach 20 Sl.

Unsere ganze kulinarische bandbreite. Müsli, Kartoffelbrei, Milchpulver und Riegel.
Abendstimmung auf dem Tripple Ledge

6. Tag
Der Ruhetag hat etwas körperliche Erholung verschafft, war er doch der erste entspannte Tag nach unserer Ankunft in der USA. Geistig kann man von Erholung kaum sprechen, weil die nächste schwere Länge hing wie ein schlechte Ohmen den ganzen Tag über mir. Wie recht ich damit hatte, werde werden wir bald wissen.
Ziel des Tages war die "Doghead - Länge" ein schräger Riss der später zum engen Untergriff wird und oben als Reibung zurück läuft. Die Länge sieht schön aber beeindruckend schwer aus. Da diese kräftige Kletterei nicht meine Stärke und der Standplatz vor dieser Länge sehr unbequem ist entschlossen wir uns das Portaledge mitzunehmen. Wie wichtig dies war werden wir bald wissen.
Obwohl wir noch im dunklen an unseren Fixseilen aufstiegen war bereits das erste Sonnenlicht in der Wand als ich die Züge ausboulderte. Wie befürchtet war es ein Kraftausdauerproblem mit der Crux am Ende der Hangel. Dort gab es zum Glück zwei bescheidene Tritte diese waren jedoch recht klein. Die Wand war sonst glatt was das Antreten umso anstrengender machte. Ich musste mich leider sehr zu ungunsten der Hangelposition zu dem Tritt strecken. Dadurch rutschte beim Weitergreifen der Fuß immer ein Stück für Stück vom Tritt. Wenn man den Fuß dann auf den letzten beiden schweren Zügen voll belasten muss schmiert er einfach weg. Die Absicherung ist ok denn oberhalb der Rippe sind Bolts. Dennoch macht man einen ordentliche  Scheibenwischer durch die Wand so das man beim Sturz am Ende der Hangel, das Seil 15m weiter rechts, am Anfang der Untergriffhangel greifen kann. Bei dieser Länge habe ich leider nicht alzu viele Versuche pro Tag, weil diese Art der Kletterei sehr kräftezehrend ist. Zudem kommt noch, das die zu greifende Rippe sehr scharf ist und meine Finger bereits beim ersten Versuch an mehreren Stellen bluteten. Nach 4 vergeblichen RP-Versuchen nahm die Kraft spürbar ab und es sah nicht mehr danach aus das ich am heutigen Tag Erfolg haben werde. Maximal noch ein Versuch hätte ich dann ist nicht nur die Kraft sondern sind auch die Finger verschlissen. Ich schaute mir noch mal die Stelle am Ende gut an ließ noch 3 Züge weg indem ich Griffwechsel einsparte um schneller zum Ende zu kommen. Dadurch musste ich auch nicht so lange auf dem kritischen Tritt stehen. Als letzten Feinschliff probierte ich die geborgten Kletterschuhe von Ondra Benes der mir seine neuen Miura VS borgte. Ich bin noch nie mit diesem Schuh geklettert, aber er hat eine agresivere Kante. Die Vorspannung des Schuhes war auf den Reibungstritten alles andere als gut aber die Kante stand deutlich beser als mein Tenaya. Also einen Veruch hatte ich noch und der musste gelingen. Ich ruhte mich zusammen mit Thomas auf dem Portaledge aus und Thomas sah die Sache ganz entspannt: "Notfalls wird es ebend morgen". Das wäre zwar eine Option aber vielleicht fehlt uns dann das Wasser also die Zeit an einer anderen Stelle.
Der Anfang  von Doghead am frühen morgen

Thomas zum Glück bequem im Portaledge sonst wäre die Tortur höllisch unbequem.

The Doghead, eine Schönheit aber sehr anstrengend.


Endlich im letzten Versuch geschafft ab dort gibt es wieder tritte und s folgt der Boulder.

 Als es um 16:00 Uhr war ging es los. Der Wind frischte auf und es kamen sogar so etwas wie Schleierwolken. Der untere Teil ging beim letzten Versuch des Tages gut,  nur das stehen mit dem Miura links war anders als mit dem Tenaya Massai rechts. An den kleinen Ruhepunkten schnaufte ich bereits kräftig und ich merkte die Kraft geht hat schon Feierabend. Selbst das Eingängen der Haken bereitete mir Probleme, da man sich für 5 Sekunden nur an einer Hand festhalten und kräftig pressen musste. Ich kam ziemlich platt an der Crux an und setzte den linken Fuß mit dem Miura weit nach links und er stand. Umgreifen und er stand immer noch. Links weiterschnappen und der Fuß stand aber nicht mehr so gut. Den rechten Fuß nachziehen und das volle Gewicht nach links und ansetzen zum letzten Schnapper. Der Fuß blieb stehen und ich blieb hängen. Obwohl es einen guten Schüttelpunkt nach der Hangel gab erholte ich mich kaum noch und krampfte meinen Weg durch eine Boulderstelle bis ich total geschafft am Stand ankam. Juhu das war eine schwere Geburt. Meine Finger waren blutig und durchgeklettert und ich war am Ende meiner Kraft aber ich war Glücklich. Jetzt konnte es weiter gehen und mein Blick richtete sich wieder nach vorne.
Wir schafften noch eine weitere Länge die mit sehr schlechtem Gestein und 2 ollen Rivets. Das machte die Länge gruselig. Es war bereits dunkel als wir auf dem Portaledge saßen und genüsslich den Kartoffelbrei aßen. Was für ein Tag. So viel Mühe für 45 m Höhengewinn.
Sieht nur aus wie Genuss und krümelt wie frisch gestreut. Die länge nach Doghead.

7. Tag
Als der Wecker wie immer 4:30 Uhr klingelte verfluchte ich diesen. Die Finger branten und es lagen  2 Länge vor uns,  auf die ich mich nicht gerade freute da wir sie beide von der 2. Begehung von "The Shaft" bereits kannten. Zum Einen die "Death Flake" eine sehr hohle Schuppe in einer ohnehin brüchigen Länge und zum Anderen der Bombentrichter ein 50 m langer V-förmiger Stemmkamin der überhängt. Wer schon immer mal wissen wollte wie sich ein sächsischer 10er Kamin anfühlt der ist hier genau richtig. Ach so fast hätte ich es vergessen die Kaminwände bröseln etwas. Das heißt wenn man sich mit den Füßen viel Mühe gibt an den nach außen abfallenden Wänden zu Pressen um nicht herauszukippen, bröseln einzelne Kristalle und kleine Felsschuppen unter den Füßen. Naja also keine Erholung für Kopf und Finger. Der schöne Abschluss des Tages war "The Platinum" die obere Verschneidung der "Muir Wall" welch einen so engen Fingerriß hat, das man viel spreizen muss, weil die Finger nicht reinpassen. Nachdem das Fixseil erfolgreich am Begin der Crux befestigt wurde seilten wir ab und machten es uns etwas weite links auf dem "Gold Ledge" bequem. Es war schon lange dunkel und unser Körper schriehen nach Nahrung und Erholung. Doch bevor es die gab musste  alle 3 Seile (in der Summe 330 m) sortiert und aufgeräumt werden schließlich will keiner von uns am Ruhetag Seile anfassen müssen denn die Hände schmerzten uns beiden.
Der Bombentrichter von The Shaft ein sehr anstrengender Kamin.

Die Länge vor the Platinum, anstrengender als eingestuft.

The Platinum, eine tolle technische Verschneidung vor der Cruxlänge. Mann muß viel Spreizen und dicke finger machen die Sache schwerer.

8. Tag
Endlich Ruhetag meinten die Finger und schmerzten weiter. Diese Mal thronte den ganzen Tag die Schlüssellänge das Boulderproblemes über uns.
Thomas sucht Schatten hinter den Säcken auf dem Gold Ledge.


9.Tag
Laut meiner Wetterfee, die uns das Wetter täglich per SMS sendet, solte es die nächsten Tage warm werden. Die Crux kommt ab 11:00 Uhr in die Sonne und das Tageslicht bis dahin wollte  wir nutzen. Wdite züge in einer glatten Verschneidung wollen erst mal ausgetüftelt werden und danach geht es auf eine überhängende Kante. Es folgt ein guter Ruhepunkt doch was dann kommt ist hammerhart. Ein Boulder Fb 7b+ wo die Tritte vergessen wurden. Man versucht die schmale überhängende Rippe mit roher Gewalt abzuhangeln um die Füße gegen die überhängende Wand zu pressen. Da man mehrfach die Hände umfassen muss rutschten die Füße immer mal unkontrolliert von der Wand und man hing im Seil. Auch der Abschluss der Passage erinnerte mehr an ein Campusboard Training als an Kletterei. Im Durchstieg ging die Stelle gar nicht und nach mehreren Versuchen konnte ich nicht einmal die leichteren Einzelzüge des Boulders. Vom brutalen aufstellen schmerzten die Finger höllisch. Zudem konnte ich es nicht fassen, so weit oben noch zu scheitern. Bouldern war ja noch nie meine Stärke aber nach 9 Tagen in der Wand geht das gar nicht. Sehr betrübt entschieden wir uns zum " Gold Ledge" abzuseilen wo ohnehin unsere Haulbags auf den Weiterweg warteten. Der Nachmittag auf dem Band war höllisch heiß und wir hingen jeder unseren Gedanken nach. Wir hatten zwar noch Wasser für 3 Tage aber es soll weiterhin warm sein also eher mehr Durst oder weniger Tage. Da wir uns bereite unten stark mit dem Trinken zurückgehalten hatten wussten wir was Durst ist. Thomas schaute bereits mehrfach zum Merced River runter und würde zur Zeitung  bedenkenlos aus diesem zu dieser Jahreszeit eher stehenden als fließenden Gewässer trinken. Die Entscheidung stand fest einen Tag noch, dann geht es weiter. Auch wenn wir es vorher wussten das die Möglichkeit besteht hier oben zu scheitern wollte ich es nicht wahrhaben. Ich ging die Züge wieder und wieder im Kopf duch um das System zu erkennen wan der Fuß wegrutscht und wann nicht. Ich fand aber kein System und selbst von durchklettern der Züge im köpf schmerzten die Finger. Noch vor Einbruch der Dunkelheit schlief ich ein.
Die crux vom Gold Ledge aus. Es ist die Versvhneidung mit dem langen Schatten.

10. Tag
Am Morgen bzw. das was dieser bei uns seit Tagen war wurde im dunkeln gefrühstückt und alles zusammengepackt. Da die Seile bereits hingen mussten wir nur mit den Steigklemmen bis zum Stand hoch und nicht mehr die Seile sortieren. So wurden wir langsam warm und im ersten Licht des Tages konnte ich meine Versuche starten. Von der Kraft her fühlte es sich besser an aber der Fuß rutschte immer noch unvorhersehbar ab und ich baumelte im Seil. Es dauerte noch ein paar Versuche bis ich das system herausfand und siehe da, der Fuß blieb stehen auf einmal gingen die Züge und ich konnte es nicht glauben. Ich kam dem Stand immer näher und selbst Thomas hielt die Luft an. Noch der aufrichter und Juhu es war geschafft. Damit hatte ich schon nicht mehr gerechnet um so größer war die Freude.
Thomas im Beginn der Cruxlänge mit technisch anspruchsvoller Kletterei.

Thomas im Boulderproblem. Noch steht der rechte Fuß.

 Die nächsten 2 Längen gingen flott aber dann kammen wir erneut ins stocken. Die Route querte nun etwas unlogisch 50 m nach links durch ein giga tisches Dach. Diese Länge wurde nach der berühmten Welle  "Teahupoo" in Hawei benannt und war nich nur beeindruckend sonder auch angsteinflößend. Die Haken stecken wegen dem Seilzug mitten im Dach und wenn man abtropft hängt der Kletterer mitten in der Luft mit 1000 m Luft unter einem. Die Schlüsselstelle hätte auch eher in ein Bouldergebiet gepast und war abgefahren. Genau wenn die Arme von der steilen Kletterei am dicksten sind nimmt man einen flachen Aufleger, schwingt die Füße den Händen vorraus auf ein Rampe, um den Aufleger gerade so wechseln zu könne.
Hanging Slab, die Länge nach der Crux

Teahupoo der beginn der Traverse

Teahupoo, ab jetzt wird es sehr steil und ausgesetzt.

 Am Ende der Länge folgt mal wieder das unangenehme Abklettern was diese Route ja des öfteren zu bieten hat. Auch das gelang im Durchstieg obwohl ich langsam merkte das es Zeit war diese Route zu beenden. Zwei Längen später standen zwei geschaffte und glückliche Kletterer auf dem El Capitan und freuten sich die Klettergurte mal ausziehen zu können.
 Es wurde gelacht, gegessen und Musik gehört und beide freuten sich wieder in der horizontalen Welt angekommen zu sein. Es stellt sich nur die Frage für wie lange das wohl so ist.

Endlich oben...

Der Tag war wieder mal voll genutzt und die Freude groß.

Zusammenfassung:
Tolle Kletterei und ein großes Lob an die Erstbegeher. Mit dieser Route wurde gezeigt, das auch im Yosemite und trotz des Verbotes von Bohrmaschinen moderne Routen mit vielen Haken möglich sind. Nirgendwo am El Capitan gibt es so viele Bohrhaken in einer Route und dennoch muss auch zwischen den Haken anspruchsvoll geklettert werden. Unten technische Kletterei wie in Fontainebleau oben kräftig Wand und auch Riskletterei. Mit 5.12+ obligatorisch anspruchsvolles Gesamterlebnis. 29 der 39 Längen sind 5.12 oder schwerer und richtig leichte Längen gibt es eigentlich nicht. Da die Route mit viel Seillogistik verbunden ist, kann fast gesagt werden, das man ein Statikseil von mind. 130 m Länge benötigt (Länger ist auch nicht schlecht wenn der Sack mal hängenbleibt). Da die letzte sowie die drittletzten schwere Länge im Frühling oft nass sind empfiehlt sich der Herbst.
Unser Camp am Gipfel im Sternenlicht.