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Montag, 17. Juli 2017

Eine Reise durch die Geschichte der Dolomiten


Die Südwand der Marmolada läßt Kletterherzen höher schlagen
Es gibt kaum ein Gebiet in den Alpen , in dem so viel Geschichte geschrieben wurde wie in den Dolomiten. Damit meine ich nicht nur die Geschichte die mit dem Klettersport in Verbindung steht sondern auch die Dramen die sich dort im 1. Weltkrieg unter alpinen Bedingungen abgespielt haben. So atemberaubend die Landschaft auch ist, so Wechselhaft ist auch das Wetter. Unter diesen Bedingungen wurde ein Stellungskrieg geführt und ganze Berge
durchbohrt um dem Feind in den Rücken zu fallen. 100 Jahre später findet auf vielen dieser Wege die friedliche Eroberung der Berge und der Region statt. Ein Hauch des Leidens erfährt mann, wenn man schwer beladen seinen Rucksack mit Lebensmitteln und Wasser für eine Woche den Berg hochschleppt und im Hochsommer sowohl segende Hitze als auch bitteren Frost erlebt. Dies nur vorab zur Einstimmung.

No Credit 9/9+ 300m

Topo No Credit, Tofana

Ungewöhnlicherweise ging es Samstag Nachmittag los und so kamen wir gegen Mitternacht erst todmüde an der Tofana an. Wir hatten eine Woche Zeit und wollten größtenteils an der Marmolada klettern. Jedoch sagte die Wettervorhersage jeden Nachmittag Gewitter vorraus. So standen wir nach 4h Schlaf auf und stiegen gegen 6:00 Uhr in "No Cedit" an der Tofana ein. Zum einen wollten wir uns an das teils splitrige Gestein in den Dolomiten gewöhnen, zum Anderen an die für uns etwas ungewöhnliche Absicherung mit Normalhaken. Unsere erste Route kam auch gänzlich ohne Bohrhaken aus, ohne das die Absicherung irgendwann exrem unangenehm war (nur die Sl nach der Crux ist etwas spärlich) Nur irritierte es uns, dass die Finger fast am Fels festfrohren und die Einstufung eher gutmütig war. Auch der Fels ist nicht immer bestens. Doch der Anfang war gemacht und kurz nach der Ankunft am Auto 10 h später kam das obligatorische Gewitter. Gutes Timing ist halt alles.
Die Vergletscherte Nordseite der Marmolada, auf der Rückseite liegt unser Ziel.
Wo soll es da hochgehen? Die Wegfindung ist in den Dolomitten beim Klettern immer ein Problem.
Beim Abseilen über No Credit, Tofana


 Am nächsten Tag kam ein langer quälender Aufstieg zum Passo D'Ombretta wo wir uns für eine Woche in der Biwakschachtel einrichteten. Naja mir fällt beim Gewicht unserer Rucksäcken eigentlich nur ein, dass diese von Anfang an sehr unangenehm auf dem Rücke drückten aber als dann noch die 10 l Wasser gut 1h unter dem Pass dazu kamme waren sie echt die Hölle. Die dünne Luft und der herraufziehende Regen taten ihr übriges, dass wir vollig außer Atem am Biwak ankamen.
Die Biwakschachtel ist ein super Ausganspunkt für unsere Unternehmungen, ein perfekter Schutz vor den Elementen und ein Raumwunder. Falls ich mal wieder jemanden über ein zu kleines Hotelzimmer klagen höre kann ich dann nur schmunzeln: 9 Betten auf maximal 7 Quadratmeter. Das ist wirklich eng aber zumindest trocken. Im Gegensatz zu den Stollenlöchern die es hier am Pass auf 2700 m Höhe gibt und welche den Soldaten als Unterstand dienten.
Mal eine Andere Variante eines Wetterberichtes, besser sah dieser auch nicht aus.

Unser Domiziel für die nächste Woche. Nicht Groß, aber warm und trocken.


Nach sehr ergibigen Regenfällen und eisigen Temperaturen kletterten wir nur eine kurze Route (Via Gorbi) mit Eisfingern und wählten die Routen in der Westseite ab da es leider viel zu kalt dafür war. Deshalb stand der Entschluss fest, das es am nächsten Morgen in die "Via della Cattedrale" gehen sollte da das Wetter etwas stabiler sein würde.

Cattedrale 8a+ , 850m, 19 Sl
Topo Cathedrale aus einem Alten Zeitungsausschnitt.

Alles war gepackt und der Wecker war auf 4:00 Uhr gestellt als wir plötzlich Besuch bekamen. Es waren zwei Belgier (Siebe & David) mit sehr wenig Gepäck und ihr Ziel war genau die gleiche Route welche wir klettern wollten. Das war natürlich eher unpraktisch aber ändern konnten wir das nicht. So unterhielten wir uns über die verschiedenen Strategien der einzelnen Seilschaften um die beste Reihenfolge zu bestimme. Die Belgier wollten schnell und leicht unterwegs sein und hatte nur 3 l Wasser, eine Schlafsack und keine Isomatte dabei. Zudem hatten sie nicht vor eine Länge nach einem Sturz noch einmal vorzusteigen. So ließen wir den beiden den Vortritt und uns schauderte bereits bei dem Gedanken welch eisige Nacht die beiden in der Wand erleben würden. Da auf dem Band nur eine Höhle sein sollte, nahmen wir sicherheitshalber noch das Zelt mit, denn es sollte Nachmittags wie immer gewittern.
Nach dem untergang des Mondes, kündigt sich der Sonnenaufgang am Horizont an und es ist wie immer Bitterkalt. Auf dem Zustieg mit dem großen Rucksack wird es aber schön warm werden.


Auch die Stienböcke sind schon auf den Beinen.

Wir ließen beiden ca. 30 Min Vorsprung und wir wurden mit unserem großen Haulbag anfangs stark belächelt. Wegen des Wetters hatten wir auch mehr dabei als üblich und wir kamen ca. auf 30 kg. Das war wenn man mit dem Sack klettern mußte echt unangenehm aber das hatten wir auch nicht vor. Wir waren auf jeden Fall gut gerüstet, denn wir hatten sowohl 2 Biwacksäcke, 2 Hängematten für ein Biwak unter dem Dach und Hammer sowie einige Normalhaken dabei, denn in der Route gab es keinerlei Borhaken. Trotz unseres schweren Gepäcks waren wir nicht langsamer als die Belgier und wir liefen mehrfach auf was zeigte, dass solange wir den Sack haulen konnten wir schnell waren.
Das machte es nicht nur entspannt für uns, wir konnten auch den onsight - Versuch der Schlüsselänge beobachten. Das war sehr beeindruckend und wenn Siebe nicht in der Mitte am Zwischenstand ausgebrochen wäre hätte er es problemlos geschafft. Das war eine beeindruckende Leistung zumal es ein riesiges pumpiges Dach war. Also klettern konnten die beiden richtig gut. Obwohl viele Expresschlingen bereits fix hingen, um bei dem "S" was man klettern musste den Seilzug zu verringern, ging ich es langsam an und boulderte die Züge aus. Die 10 vorherigen Längen steckten mir in den Armen und ich mußte mit der Kraft haushalten um eine Chance im Durchstieg zu haben. Es waren sehr weite athletische Züge und extrem pumpig. Als Issy an der Reihe war legte er eine beeindruckende Show hin. Er kämpfte sich im flash durchs Dach bis zur Dachkante. Er hatte einen Fuß und beide Hände bereits über der Dachkante als ihm die Spannung zusammenbrach und er leider rauskippte. Das war so knapp, das ich es kaum fassen konnte.
Die Boulderstelle der 7b-Länge lößt sich schneller auf als gedacht.

Issy in der Crux (10. +11. Sl) einem riesigen Dach. Falls das Wetter bis hier hin schon schlecht werden sollte wollten wir unsere Hängematten unter das Dach hängen. Diese Luftige Nacht blieb uns jedoch erspart.

 Als ich wieder an der Reihe war, war ich genauso platt, kam aber einen Zug weiter und stand freihändig überm Dach. Viel Reserven waren nicht mehr da und uns drückte die Zeit im Nacken, so das Issy keinen Versuch mehr machen wollte. Später merkten wir das dies auch besser so war. Wir merkten, dass uns das Haulen und das Klettern ganz schön ausgelaugt hatten aber wir mussten schnell weiter. Wir kletterten bereits seit Stunden in den Wolken und freuten uns schon auf die leichten Längen zum Band. Diese waren leider so liegend und so strukturiert, dass wir den Rucksack im Nachstieg auf den Rücken nehmen mußten. Das war in unserem Zusand das letzte was wir brauchten aber da mußten leider durch und zwar zügig.
Wieder einmal schien unser Timing perfekt zu sein, den kaum das wir beide am Band waren, fing es an zu Regnen. Bevor es richtig mit Hageln und schütten anfing suchten wir die kleine Biwakhöhle auf in dessen hintersten Winkel wir es uns gemütlich machten. Die Belgier hatten die letzten 5 Längen noch geklettert weshalb sie 15 min nach uns aber patschnass in der Höhle ankamen.
Unsere geschütze Höhle im rechten Teil des Großen Bandes nach Sl 15. Der vordere Teil wird bei Regen etwas nass, Läßt sich mit einem Biwaksacl aber abspannen.

Als es nach 60 min aufgehört hatte zu regnen blieb ihnen nichts weiter übrig als mit den nassen Seilen weiter abzuseilen, denn mit der Ausrüstung die sie dabei hatten und den nassen Sachen wäre die Nacht eiskalt geworden. Wir boten ihne, was warmes zu Trinken, die trockene Höhle und unsere Biwaksäcke an aber sie wollten lieber abseilen. Am Ende war das auch die beste Entscheidung, solange das Seil sich beim Abziehen nirgends verhängt. Wir machten es uns in der Höhle bequem und stiegen am nächsten Tag die verbleibenden 5 und teils brüchigen Längen auf die Felsnadel welche das Ende der Route markierte. Nach etwas mehr als 2 h Abseilen standen wir wieder am Einstieg und liefen mit gefüllten Wassersäcken zurück zu Biwakschachtel.
Und die Moral von der Geschicht: Spare an warmen Sachen und an gutem Timing nicht.
Nach einer taghellen weitern Vollmondnacht ein toller Morgen mit Blick aus unserem Biwak.

Die 2.Sl nach dem Band hat anfangs tollen Fels aber die Routenfindung sowie die Absicherung ist anspruchsvoll. Die 3. Sl nachdem  Band ist teilweise extrem brüchig.

Kurz unter dem Gipfel der Orgelpfeife.

Nach etwas mehr als 2h abseilen sind wir wieder am Einstieg und konnten noch mal alle Längen aus einer anderen Perspektive betrachten.


Coitus Interructus + Specchio di Sara 7c/7c+ 350m, 10Sl
Wie immer wenn man ein Ziel erreicht hat ist man auf der Suche nach etwas neuem. Was ist da besser als ein Tag mit schlechtem Wetter. Diese verbrachten wir wieder in der Biwakschachtel am Passo D'Ombretta. Unsere Hoffnung auf die Larcher Vigiani waren für dieses mal gestorben. Das Wetter stabilisierte sich zwar fürs Wochenende, es waren jedoch -5 Grad auf Gipfelhöhe der Marmolada angesagt, was für die Westseite leider viel zu kalt war. 
Eher spontan fiel unsere Wahl auf Coitus Interructus weil diese schwer genug war und dann weiter die schweren Längen von Saras Spiegel zu klettern um den Tag zu füllen. Dazu sollte man erwähnen, dass die beiden Routen verschiedener nicht sein könnten. Das Gestein ist bei beiden fantastisch ( außer 1. + 3. Sl). Bei den ersten beiden Längen sind uns fast die Finger abgefrohren, weil die Sonne noch nicht den Nachtfrost vertreiben konnte. Der Wind ließ auch nicht gerade Gemütlichkeit aufkomme. Die Crux war einfach nur genialer Hochgebirgskalk mit guten Löchern und weiten Zügen. Die Absicherung war gut und die Schwierigkeit moderat ca.7c ( nicht 7c+/8a wie eingestuft ). Issy konnt die Länge ohne Probleme im flash Klettern ohne dicke Arme zu bekommen. So stieg ich halt im Nachstieg durch und das mit ganz bequemen Schuhen. Das war schneller so und ich kletterte gleich weiter in die nächste Länge von Speccio di Sara und mußte mein Blaues Wunder erleben. Wir wußten, dass die Bewertungen bei Speccio staff werden würde, aber so etwas hatte ich nicht erwartet. Von Beginn an kämpfte ich mit dicken Armen und schnappte vor Entkräftung mehrfach wild nach Löchern an welchen ich immer gerade noch so hängen blieb. Es war ein nicht enden wollender Kampf den ich nur sehr knapp für mich entscheiden konnte. Es ist sonst nicht gerade meine Art weit über der letzten Sicherung unkontrolliert ins unbekannte zu Schnappen aber ohne dies wäre ich ganz sicher durch die Luft gesegelt. Total am Ende kam ich am Stand an und Issy ging es im Nachstieg ebendso. Wir hätten beide 7c statt 7b gegeben. Auch das die Länge vom Anspruch schwere wie die Crux von Coitus wird, hätten wir nicht gedacht. Mit der richtigen Einstellung und von jetzt an mit guten Schuhen ging der Rest besser. Die Crux von Speccio ließ sich am 1. BH mit einem Linksbogen gut lösen und war eher eine Einzelstelle. Alles in allem eine tolle Kombination, aber die Schwierigkeitsgrade könnte man Anpassen um die böse Überraschung zu vermeiden. Neben uns kletterten zwei Österreicher in Invisiblis was auch sehr genial aussah doch diese müssen wir uns fürs nächste Mal aufheben.
Ich habe nun so viele tolle Routen an der Marmolada auf meiner Wunschliste, dass ich auf jeden Fall wiederkomme. Ich freue mich schon auf das nächste mal mit hoffentlich mit besserem Wetter.
Die 2. Länge von Coitus Interructus. Es war so kalt, das ich die Griffe nicht spürte. Zum Glück stürt man dies nicht beim Betrachten des Bildes, sonst wäre hie Daunenjackenpflicht oder Erkältungsgefahr.

Der Beginn der Crux, einfach nur genialer Fels.

Der Anfang der Crux 7b+ der Specio. Diesen Stand nutzt auch die Invisiblis.

Der Fels bleibt toll in der 7a+ und macht Lust auf mehr.


Sonntag, 28. Mai 2017

Im Rausch der Tiefe


Unsere Zeit im Yosemite ist wieder mal wieder zu Ende und es ist viel geworden auch wenn wir aus verschiedenen Gründen mehr als eimal zum Plan-B oder Plan-C greifen mussten. Gründe waren unter anderem das Wetter, weil die Route besetzt war oder weil die Fitness nicht dem Ziel entsprach. Das wirklich alles passt ist bei so große Wänden sehr wichtig, denn das Leben in der Wand ist geprägt von vielen Extremen.

Extrem ist die körperliche Belastung, den man schuftet wie ein Bergarbeiter. Extrem wegen der inneren Anspannung. Jeder Klettermeter ist neu, einschüchternd und ein Vorstoß ins Ungewisse. Je höher man kommt und je mehr Mühe und Schweiß man in eine Route gesteckt hat umso mehr fürchtet man sich so knapp vor dem Ziel noch zu scheitern. Jetzt ein einziger Meter der nicht zu klettern geht und die ganze Plackerei war umsonst. Gründe dafür gibt es viele: Nasse Griffe, zu weite Abstände zwischen Griffen. Oder wenn das Trinken oder das Essen ausgeht bevor man oben ist. Wenn aus Mangel an beiden kein Ruhetag möglich ist und nach einer physisch und psychisch anstrengenden Woche der Körper die zwingend nötige Bestleistung versagt. 
Auch der Mangel ist allgegenwärtig denn genug hat man von nichts dabei. Jedes Gram ist abgewogen und viele Scheiterten bereits an zu schwerem Gepäck. Da ist Verzicht die einzige Lösung. Das Wort Verzicht mag grotesk klingen angesicht der notwendige Ausrüstung welche eher einer Materialschlacht gleicht. Dennoch ist es meiner Meinung nach ein Entsagen vom Materialismus. Wer sich nicht auf das Allerwichtigste beschränkt der scheiter noch bevor es losgeht. Wer sich überschätzt der Scheitert, weil er nie eine Chance hatte. Wer sich unterschätzt dem fehlt das Ungewisse und die Herrausforderung. Die Möglichkeit zu Scheitern sind manigfaltig und die Konsequenzen sind überschaubar.
Am Ende steht jedoch das Erlebnis, welches so intensivist, dass man sich noch jahrelang daran erinnern wird. Dieses Erlebnis macht das Klettern von großen Wänden so reizvoll und genau das nenne ich den Rausch der Tiefe.
The crux of The Vortx at Fifi Buttress

The Crux at Romular Warbird


Montag, 22. Mai 2017

Growing up 13a A0, Half Dome



Es wurde kalt in Kalifornien. Nachdem es in den Bergen Neuschnee gab blieben die Temperaturen Nacht immer noch unter dem Gefrierpunkt. Das mussten wir nutzen denn normalerweise war es ja in der Sonne zu heiß um länger in den Kletterschuhen zu verweilen. Komisch dieses Jahr sonst gingen einem die Schattenziele aus und dieses Jahr sehnten wir uns schon ein bisschen nach der Sonne. Wie gesagt nur ein bisschen aber das muss bei mir schon was bedeuten. Die Wahl fiel auf die geschichtsträchtige Südseite des Half Dome. Hier hatte Warren Harding (Erstbesteiger von El Capitan und Mt. Watkins) fast 5 Jahre benötigt um sich durch die glatte Südwand zu Nageln. Hier waren auch zwei extrem gegensätzliche Routen zu finden. Auf der eine Seite Southern Bell 5.12d R (= runout) was so schlecht gesichert ist, dass die Orientierung und der Routenverlauf ein riesiges Problem darstellt. Die "gut gesicherten" 5.11er Längen haben 3 Bohrhaken die "weniger gut gesicherte" nur einen auf 60 m. Wer sich da verklettert und nicht mehr zurück kommt hat verloren. So erging es bereite einem guten Team aus Colorado, für die ein 20 m Sturz die Route in der 8. Sl vorzeitig mit 2 gebrochenen Beine beendete. Die andere Route Growing up (herranwachsen) von Sean Jones wurde 2007 unter sehr viel Kritik vollendet. Hier sind im unteren Teil die perfektesten Hangelrisse die im markanten Felsbogen hoch ziehen die logische Linie. Die oberen 300 m sind glatt und könnten jederzeit in einer Sackgasse enden. Da der Erstbegeher nicht wollte, dass es wieder eine sinnlose Hakenleiter durch die Wand zieht entschloss er sich die Linie von oben zu erkunden und auch die Bohrhaken gleich zu setzen. Durch die Vielzahl der Haken die gesetzt wurden und das strikte Verbot von Bohrmaschinen im Yosemite war das eine logische Lösung. Benötigt man doch für das Schlagen von einem Haken 30 - 60 min. Da die Längen z.T. 60 m lang sind und anhaltend schwer gibt es bis zu 17 Haken pro Länge. Diese gute Absicherung, also das fehlende Heldentum, und das von oben einrichten wurde damals so hart kritisiert. Komisch das bereits die Huber Brüder 1998 die ersten Längen von El Ninjo von oben eingebohrt hatten und die meisten Freikletterrouten am El Cap mehr Abseilbegehungen und Versuche von oben über sich ergehen lassen mussten als je von unten folgen könnten. Jedenfalls war die Vision von Sean Jones, dass das Kletter im Yosemite irgendwann aus seinen Kinderschuhen Herauswachsen wird und das Routen keine Selbstmordkomandos mehr sein müssen. Deshalb auch der Name Growing up.



Wie die Geschichte zeigt, war seine Vision ein richtiger und heute auch üblicher Gedanke im Yosemite. Wohl gemerkt unter den gegebenen Umständen. Mit Bohrmaschine wäre es meiner Meinung auch von unten machbar aber nicht per Hand. Das Ergebnis die Route Growing up ist ein wahres Meisterwerk an Felskletterei auch wenn 25 m noch nicht freigeklettert wurden (A0) und wahrscheinlich nicht freikletterbar sein werden. Soweit zur Vorgeschichte.



Wir machten uns auf den 4 h dauernden Zustieg und genossen die Idylle des Little Yosemite Valleys wo uns der Aufstieg vorbei am Vernal Falls und Nevada Falls führte. Beeindruckende Landschaften und stetig bergauf. Die Rucksäcke wogen schwer und es war nasskalt vom Schneeregen der vorangegangenen Tage. Hier wurde unsere Motivation schon mal kleiner. Als dann noch die 20 l Wasser dazu kamen und der Einstieg zum greifen nah war dauerte es noch mal 1,5 h denn wir mussten uns durch dichte Matija-Büsche kämpfen. Ständig blieben wir oder der Rucksack irgendwo hängen und als wir am Einstieg standen waren wir zerkratzt sowie fix und fertig. Das war ja ein toller Anfang, aber was kam sollte uns für alle Mühen entschädigen. Wir kletterten die ersten 4 Längen noch am Nachmittag und ich muss sagen selten habe ich solche tollen Risse im Yosemite erlebt.
Nicht das sie leicht waren aber es war ein guter Ausblick für das Kommende.

Die Nacht war selbst im Zelt kalt und wir hatten die erste Längen immer wieder eiskalte Finger. Dazu kam das eine meiner 12er-Längen patschnass und schmutzig war. Hier kam ich bereits an meine Grenze denn der Hangelriß war nass und moosig. Dazu kam das die glatte Wand an welche man treten musste auch nass war was für mich einen echten Albtraum darstellte. Sobald ich an der schweren Stelle ausspreizen wollte rutschten die nassen Kletterschuhe auf dem trockenen Fels wie Seife von der Wand ab. Da war Thomas seine Technik schon beeindruckend einfach: Ins Nasse treten, kräftig pressen und vor allem nicht chalken. Denn das Wasser, das Moos und das Chalk waren eine echt schlüpfrige Mischung. Mit viel Überwindung, etlichem wegrutschen und noch mehr Zeit konnte ich letztendlich durchsteigen, war jedoch mit meinen Kräften am Ende. Thomas stieg weiter heldenhaft vor und Kletterte ohne es zu merken seine schwerste Länge im Valley 5.12c/d on sight. Es war wieder so eine Länge wo man einen Hauch von nichts in einer Verschneidung anhangeln musste. Für diese Art der Kletterei fehlte mir bereits jetzt die Kraft und Thomas war einfach spitze im Hangeln da kann ich immer nur staunen. Weil wir 2 Seillänge zusammengehängt hatten war Thomas auch bei der 5.13a Schlüssellänge wieder an der Reihe. Hier waren es wieder windige Hangelstellen welche er trotz spartanischer Absicherung mit Bravour meisterte. Am Ende kam eine Untergriffhangel die für seine Finger fast zu eng war. Um über diese Stelle zu kommen musste er 5 m so kräftig pressen und öfters ansetzen, dass sich gefühlt der Riss sich weitete. Nur aus diesem Grund konnte ich im Nachstieg sofort Durchsteigen und es fühlte sich dort oben gar nicht mal so schwer an. Da fühlte sich die 7. nasse Länge sehr viel schwieriger und schlimmer für mich an.



Jetzt war der Weg frei für die nächsten Reibungs- und Wandlängen. Nach der ganzen Hangelei und mit der verbliebenen Kraft war das eher mein Ding. Die Route führten an einer horizontal verlaufenden Quarzader entlang welche leider 3 m zu früh endete und somit eine A0 Stelle nötig machte. Unser Tagesziel, ein 2 m x 30 cm abschüssigen Band hatten wir somit erreicht, aber wir kletterten dennoch die nächster sehr unschöne Länge um den nächsten Tg nicht mit so etwas beginnen zu müssen. Erst nachdem das Seil im Nächsten Standplatz hing machten wir uns zur Nacht fertig.

Da wir nicht noch mehr Gewicht über mehrere Stunden schleppen wollten hatten wir auf die 8 kg Portalege verzichtet. Logisch betrachtet schon ein ausgeglichener Tausch. Für 8 h weniger Leiden im Auf- und Abstieg sollten wir nun 8 h Leiden. Wir wussten allerdings nicht ob die Rechnung aufgeht. Unsere Alternative bestand aus 2 Hängematten. Der Plan war diese in den Quergang zu spannen und in diesen die Nacht zu verbringen. Das klingt leichter als es ist denn wo findet man schon 2 Haken auf der selben Höhe ca 4m auseinander? Wenn man das schon mal hat wo hängt man die 2. Hängematte hin, wenn man sie darunter hängt dann wird es deutlich unbequemer, weil man so extrem geknickt liegt. Naja wir fanden jedenfalls nur 3 Haken die mit etwas Gefälle passten und denn Rest bastelten wir mit Friends darunter. Das Ganze dauerte über 1 h aber die Mühe hat sich meiner Meinung nach gelohnt. Wenn man nur mal daran denkt, wie es ist wenn man Nachts auf Toilette muss und sich Stunde um Stunde unruhig hin und her wälzt bis man endlich auf Klo geht was nicht mal eine Minute dauert. Was ist da die eine Minute verglichen zu den unruhigen Stunden. Immerhin sind wir ja keine Sadisten und wollen nicht absichtlich Leiden. Das die Wand liegt und wir mit einer Seite ständig an die Wand gedrückt wurden ließ sich leider nicht vermeiden.
Das Leiden begann, als Thomas sein Hägematte bestieg und innerhalb der ersten 30 Minuten laut schimpfend mehrfach kurz vor dem herausfallen war. Es konnte zwar nichts passieren, da wir ja noch am Seil fest waren, aber das sah erst einmal nach einer langen Nacht aus. Ich hatte gut Lachen denn ich hing noch draußen und assistierten mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Als ich mich dann endlich in die Hängematte gelegt hatte fand ich es gar nicht so unbequem. Jedoch war das in den Schlafsack kommen alles andere als leicht und eine einzige falsche Bewegung und man wurde aus der Hängematte geworfen. So kroch ich nur halb rein, denn ich hatte ja noch die Daunenjacke an. Später erst erkannte ich den Grund warum diese Hängematten so kippelig waren, denn der Soff in der Mitte war etwas kürzer geschnitten damit man nicht so extrem in der Mitte durchhängt. Naja an dieser Stelle war es sehr unangenehm aber wenn man sich nicht bewegt ging es.
Es wurde keine lange aber eine kalte Nacht und ich kroch mit Daunenjacke und ganz vorsichtig zentimeterweise immer tiefer in meinen Schlafsack hinein. Am Ende hatte ich diesen über den Kopf gezogen doch das nützte wenig. An der Stelle wo man an der Wand anlag wurde es immer kalt und es waren nun mal Temperaturen um den Gefrierpunkt. Naja Tiefkühlkost hält sich ja bekanntlich auch länger.


Der neue Tag fing sehr schön an und es würde immer besser werden. Uns weckte kurz nach 6 die Sonne mit ihren warmen Strahlen. Danach kam ein Klettertag bei dem alles passte und den man nie vergessen wird. Über 300 m geniale Wand und Reibungskletterei und untypisch fürs Yosemite es war kein einziger Riss dabei. Die Wand ist gut mit Bohrhaken abgesichert jedoch macht die Art der Kletterei keinen einzigen Haken überflüssig. Ich fühlte mich wie den ganzen Tag in Fontainebleau eine blauen Parcour Klettern. Etwas Schieben hier und Stützen da. Ja immer schön die Tritte ansehen, denn von oben sieht man diese nicht mehr und zum Festhalten gibt es nur selten was.



 Das alles bei perfekten Wetter in kühler Luft und sonnigem Fels. Die Strukturen waren ebenfalls abgefahren. Mal gab es eine Felsader die zwar bessere Griffe bot aber dafür keine Tritte, mal musste man zwischen Felsadern spreizen und mal waren es tolle Plattenstrukturen. Wie gesagt ein perfekter Tag, ein toller Gipfel.




Nach 11 mal abseilen waren wir wieder knieschonend am Einstieg und konnten das Erlebte im Rückblick genießen. Das Ganze noch weiter Auszuschmücken spare ich mir denn immer noch fehlen mir buchstäblich die Worte dafür. Am Einstieg saß ich noch stundenlang neben unserem Zelt und genoss das Erlebte. In mir kehrte eine seltene Ruhe ein und vielleicht träumte ich auch schon ein bisschen von neuen Abenteuern.

Nur wer sich auf die Suche begibt kann etwas neues Finden und nur wer seine Komfortzone verlässt kann voller Zufriedenheit in den komfortablen Alltag zurückkehren.


Montag, 15. Mai 2017

Mt Watkins - aka "size matters"


Da am El Cap immer noch nicht die gewünschten Bedingungen für unsere Routen herrschten und wir zudem festgestellt hatten, dass unsere Fitness nicht gut genug war entschieden wir uns für andere Ziele die auch besser zum Wetter passten. Das Wetter im Valley spielte echt verrückt und normalerweise hatten wir bereits im April die ersten Tage mit 40 °C aber jetzt hatten wir Mitte Mai Frost. War am Ende auch gut so, denn was da noch an Schnee in der High Sierra lag das sollte am besten nur langsam tauen, sonst ist alles unter Wasser.

Das Ziel war wie gesagt die Südwand am Mt. Watkins. Der Mt. Watkins lag sehr abgelegen am Ende des Tales und ist dem Abstieg zusammen 10-14 Meilen (ca. 20 km) zu laufen. Den Zustieg kannte ich bereits, leider musste ich damals den ganzen Weg wieder zurücklaufen, weil Leopold und Kerstin wegen zu langem Aufenthalt im Camp 4 vom Ranger des Zeltplatzes verwiesen wurden. Ohne Vorgreifen zu wollen muss ich sagen, dass der Berg wahrscheinlich was gegen mich hat.

Der Mt. Watkins wäre wenn er nicht so abgelegen wäre, genauso beliebt wie der El Cap. Denn er ist auch fast 800 Meter hoch. Obwohl ich den Zustieg bereits kannte brauchten wir fast 4h, bis wir im letzten Tageslicht am Einstig standen. Das dusseligste am Zustieg war, dass die kleinen Bäche die wir überqueren mussten zur Zeit reißende Ströme waren, die einem keinen Fehler verzeihen. Wenn man einmal in deren Fluten fällt und man war verloren und wenig Chancen zu überleben. Als passionierte Wildwasserfahrer wussten wir das zu genüge, doch es half nichts wir mussten da rüber. Die unangenehmste Stelle konnten wir durch einen Baum überqueren der über dem reißenden Bach lag. Doch leider war der Baum war klatschnass und rutschig. Da half es uns wenig, dass der Baum 1,5 m im Durchmesser war, wir mussten auf allen Vieren darüber hinweg kriechen. Alles rutschte und der Blick ins tobenden Wasser reichte aus um zu wissen, dass man hier nur einen Versuch hatte.


Am Einstieg angekommen dachte ich mir jetzt habe ich es endlich geschafft und kann mich an dieser tollen Wand versuchen, bis Thomas fragte wo denn Autoschlüssel eigentlich war. Tja wo war der denn, wo nur, misst verdammter wo war er denn nur? Als wir etwas spontan aufgebrochen sind da gerade in Shuttelbus kam und uns 2km extra Zustieg ersparte, hatte ich schnell noch das Auto zugemacht und in die Tasche gesteckt. In der Tasche war der Schlüssel jedenfalls nun nicht mehr, also blieben nur noch 4 Stunden Waldmarsch querfeldein ohne Weg wo ich den Schlüssen verloren haben könnte. Den Schlüssel finden wir nie wieder und wir hatten alles im Auto auch unser Geld. Thomas bot mir zwar an zurückzugehen wenn ich das will, aber dann wären wir wieder gescheitert bevor wir eigentlich eingestiegen waren und das wollte ich nicht. Zudem hätten wir das Problem mit dem Autoschlüssel sowieso, ob wir die Wand nun klettern oder nicht. Dann können wir die Wand ebenso gut klettern und das Problem später beheben.

Gesagt getan am nächsten Morgen ging es zeitig los. Warum der Mt. Watkins meist in der kühleren Jahreszeit geklettert wird merkten wir als uns um 7:30 Uhr die Sonne traf. Ich fand es waren trotz der 10 Grad ganz schön warm wenn nicht sogar heiß, wobei Thomas trotzdem fror. Zum Glück hatten wir da die erste Hürde des Tages hinter uns. Ein 5.12a Reibung die mit 7 Haken auf 45 m nicht gerade gut gesichert war. Dazu kam, dass das an klettern des 3. Hakens die Crux darstellte. Auf mikroskopisch kleinen Tritten stand ich und es stört mich auch nicht wenn man dabei nichts in der Hand hat. Das Eigenartige an dieser Kletterei ist leider das diese Fähigkeit abnimmt je weiter man über der letzten Sicherung steht. Ich glaube das hängt mit den Nerven zusammen und das die im Alter nicht besser werden. Bei dieser 2. Seillänge hatte ich bereits ordentlich Nerven gelassen. Das der Granit hier besonders glatt war, hatte auch nur einen einzigen Vorteil: Beim wegrutschen nutzten sich die Hände und die Kletterschuhe nicht so stark ab. War dennoch ein komisches Gefühl meine Abgänge. Ich glaube so fühlt sich ein Motorradfahrer der sich zu stark in die Kurve gelegt hat.
Als man irgendwann wusste wie es geht, war es kletter bar aber ich fand es immer noch eine straffe 9a/b Reibung und ohne gute Schuhe undenkbar.


Wir kamen gut voran, trotz dass die Linienführung nicht immer offensichtlich war. Es war wohl um die Mittagszeit da hatte ich wieder mal eine sehr unangenehme 12b abbekommen. Die Kletterei war sehr heikel, ich hatte massig Seilzug und der Haken war bestimmt über 20 Jahre alt und würde keinen Sturz halten. Um die guten Schuhe anzuziehen war es nun zu spät und die besagte Rostgurke war für 10 Meter die einzige Sicherung. Ich brauche wohl nicht zu betonen, dass ich mich alles andere als wohl fühlte und ich merkte das meine Nerven nicht mehr so die besten waren.
Zum Thema Moral also Angst beim Klettern hab ich mir über die Jahre so meine eigene Theorie zusammengereimt. Deshalb vertretete ich die Ansicht, dass die Menge an Angst welche man pro Tag ertragen kann begrenzt ist. Sollte man dies Grenze erreichen, dann ist man moralisch gesehen nicht mehr gut unterwegs. Ja so ging es mir jetzt aber irgendwann hatte ich die 9. Seillänge hinter mich gebracht.
Die Sonne war wie geplant bereits aus der Wand gedreht, als wir die Crux in der 14. Seillänge erreichten. Diese Stelle war schon immer die größte Unwägbarkeit der ganzen Route gewesen. Ein Dynamo wo man mit allem was man hat die Wand verlässt, nur um hoffentlich einarmig an einem Aufleger hängen zu bleiben. Tommy Caldwell benötigte immerhin knapp 20 Versuche ehe er am Aufleger hängen blieb und stufte die Stelle als V9 Boulderproblem ein. Das Hängenbleiben war jedenfalls nicht mein Problem, denn so sehr ich auch sprang mir fehlten immer 5 cm bis zum Aufleger. Das mag vielleicht daran liegen, das ich bei Leichtathletik nie besonders gut war oder das ich 10 cm kleiner als der Hausmeister vom El Cap bin. Thomas brauchte 3 Versuche bis er am Aufleger hängen blieb aber das hin springen bereitete ihm auch wenig Probleme. Tja da hat es mir der Mt. Watkins am Ende doch noch gezeigt und das 4 Längen unter dem Gipfel. Na ja, da wir den Abstieg nicht mehr am heutigen Tag schaffen würden richteten wir uns so gut es ging am Band unter der Crux ein. Das war zwar nicht die beste Wahl, denn mein Band war so abschüssig, dass ich die die Ganze Nacht mit den Füßen in der Luft baumelte und in den zurechtgelegten Seilschaufen hing. Mal was neues so ein halb liegender Hängestand, dafür konnte ich die ganze Nacht den Vollmond bewundern.

Die letzten 4 Längen waren noch mal ein paar schöne Risse dabei und wir standen 10:00 Uhr auf dem Gipfel. Bis auf den einen Zug konnte ich alles frei klettern und durchsteigen. Trotzdem ist es irgendwie komisch 5 cm vor dem Ziel zu scheitern. Da haben Nordamerikaner halt doch recht wenn sie sagen "Size matters" (auf die Größe kommt es drauf an). Nur das die Amerikaner dies auf ihre Autos, Häuser usw. anwenden. Vor dem Abstieg hatten wir etwas bedenken, da wir wegen des vielen Schnees den Weg nicht finden würden welchen wir nach einer Stunde querfeldein laufen treffen müssen um auf diesen 7 Meilen zum Auto zurückzulaufen. An dieser Stelle half uns aber die moderne Technik. Dank des GPS im Handy und den Kartendaten der Gegend hatten wir eine Orientierung und ohne dieses hätten wir auch nie gewusst das dieses Rinnsal was immer mal wieder mit Schnee bedeckt war unser Abstieg sein soll.

Zur Krönung des Tages versperrte uns noch ein



e ca. 1,2 m lange Klapperschlange den Weg. Am Abend bekamen wir dann in Fressno einen neuen Mietwagen.